Nun ist es amtlich!!!

Axel Scholz am 10. Mai 2010

FC Sankt Pauli vs. SC Paderborn 1:2

Was für eine doofe Niederlage zum Saisonabschluss. Dat hätte nun wirklich nicht Not getan und bei einem Sieg wären wir sogar Meister geworden. Nun ja, abhaken und über den Aufstieg freuen. Schließlich sind wir jetzt auch offiziell aufgestiegen und spielen in der nächsten Saison in der 1. Fußball Bundesliga. JUCHU!!!!

Ich freue mich schon wie ein kleines Kind auf unseren Spielplan 2010/2011, wenn da Namen wie Bayern, Schalke, Bremen, Leverkusen und nicht zuletzt die Rauten auftauchen. Wer schon mal Erstliga-Fußball am Millerntor miterlebt hat weiß, wie geil das ist. Dazu kommt noch, dass man unsere Spiele wieder in der Sportschau genießen kann und auch – Das aktuelle Sportstudio – bekommt wieder einen Sinn Keine Montagspiele mehr und auch die Anstoßzeiten setzen einen in Verzückung. Am Wochenende bei Heimspielen schön ausschlafen und gemütlich frühstücken, bevor es zum Fussi geht und bei Auswärtsspielen nicht mehr mitten in der Nacht aufstehen. Isch sach nur: Herrrrrrrlisch

Vor dem Stadion herrschte schon sehr früh reges Treiben. Viele Leute suchten noch eine Karte und liefen mit selbst gemachten Schildern umher, oder standen an der AFM Tauschbörse an und manche gingen sogar an die Kartenschalter um dort bestätigt zu bekommen, ja, das Spiel ist ausverkauft. 2 Bekannte von mir suchten auch. Einer erfolglos und einer hatte Glück in letzter Sekunde. Naja, ging ja um nichts mehr und so trotteten die Erfolglosen halt auf den Spielbudenplatz und schauten sich das Match im Public Viewing an. Wir hingegen schlenderten gemütlich zum Container, der heute von einem Haufen Schotten bewirtet wurde. Es gab lecker Bier und, zu meiner Verwunderung, sogar echten schottischen Whiskey und das auch noch for free. Respect, my scottish friends!! Und geschmeckt hat er auch noch. Draußen gab es aber gestern auch Schnappes. Freunde hatten eine Flasche Killepitsch mitgebracht. So eine Mischung aus Kräuterlikör, Autolack und Zahnpaste. Boah war das ein gräuslich Zeugs. Mich schüttelt es immer noch bei dem Gedanken daran, aber getrunken hab ich trotzdem 2

Der Wettergott war uns auch hold und nach morgentlichem Regen blieb es den Rest des Tages trocken. Was durchaus von Vorteil ist, wenn man sich fast 3 Stunden vorm Stadion aufhält um „seine“ Leute zu treffen und geistige Gespräche zu führen. *Zwinker* Wie immer so 30 Minuten vor Anpfiff nahmen wir unseren Platz im Stadion ein und waren guter Dinge. Wie hoch würden wir wohl gewinnen und ob es noch zur Meisterschaft reicht, waren unsere Gedanken. Leider entwickelte sich das Spiel anders…….

Das Spiel war kaum freigegeben, da tauchte schon der Paderborner Schachten frei vor Bene auf und hatte das 0:1 auf dem Fuß. Zum Glück scheiterte er an Pliquett, der heute für den verletzten Hain im Tor stand. Auch die nächste Chance hatten die Gäste. Wieder stand ein Paderborner frei vor Bene, diesmal Brandy, doch auch er scheiterte. Es hätte also nach 15 Minuten schon 0:2 stehen können, wenn nicht sogar müssen, so hochkarätig waren die Chancen. Anyway……..das Spiel plätscherte sonst so vor sich hin und wie aus dem Nichts die Führung für braun-weiß. Rothenbach über rechts, flankt fast von der Grundlinie, der Ball wird noch abgefälscht und (ich glaube) Takyi an den Pfosten und den Abpraller nickt Ebbe zum 1:0 ein. Das Ganze in Spielminute 20.

Bis kurz vor der Pause dann viel Daddeldu, hin und her und Hacke, Spitze, ein, zwei, drei. Tja, bis sich wieder mal Ebbers ein Herz faste und die Pille aus halbrechter Position, so ca. 20 mtr. vorm Tor, ans Lattenkreuz hämmerte. Was ein geiles Ding, waren wir uns alle einig. Der hätte es verdient gehabt im Winkel einzuschlagen. Isser aber nicht, dafür schlug der Ball auf der Gegenseite, nämlich unserer, ein. Capitano Morena sieht sehr unglücklich aus, rutscht völlig unbedrängt weg und der Ball kullert zu Brückner, der tunnelt Bene und schon steht es 1:1. Sekunden danach pfiff Schiri Zweyer zur Halbzeit.
Hälfte Zwei dann im Großen und Ganzen wie Durchgang eins. Die erste Chance wieder für Paderborn, doch Schachten trifft nur den Pfosten. Für uns Architekt Schulle und Kommissar Boll mit je einer Chance, die aber beide vertan wurden. In der 81. Spielminute dann Krösche mit einem Weitschuss, Bene kann nur abprallen lassen und Daghfous staubt zum 1:2 ab. Das war’s dann auch, Abpfiff………………..AUFSTIEG

Foto: Antje Frohmüller

Nach dem Spiel gab es dann noch eine lustige Choreo der Mannschaft. Eine Hälfte hatte sich Trikots von Erstligisten übergestreift und „spielte“ ein Match gegen den FC St. Pauli. Zunächst sah Schulle von Schiri Böning doppelrot und musste vom Platz, ehe wir die Erstligisten einige Male ins Leere grätschen ließen um dann das „entscheidende“ Tor zu machen

Ein paar Kaltgetränke gab es dann noch vorm Container, im Clubheim und aufm Kiez, bis mich die S-Bahn wieder gen Heimat trug. Ein schöner Tag, ein schöner Abend und wir spielen nächste Saison in der 1. Bundesliga. Was will man mehr…….

Foto: Antje Frohmüller

FORZA SANKT PAULI

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Pipi in den Augen…

Daniela Schwabel am 3. Mai 2010

Aufstiegswahnsinn Sankt Pauli :.)) Kein Zweifel mehr und endlich traue ich mich auch, diese Worte in den Mund zu nehmen…geschweige denn zu schreiben…ERSTE LIGA!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Der alte Aberglaube hat angesichts der Tordifferenz keine Chance mehr:mrgreen: Was für ein Fest! Was für ein Fußball…Was für ein Krimi!!! Erste Halbzeit: Hains Verletzung, einige verpasste Chancen, dann das Gegentor…und dann kam die zweite Halbzeit und auf einmal stand da ein Verein auf dem Platz, der nicht nur souverän gewonnen hat, sondern auch in allen Belangen überlegen war…ein erstklassiger Verein :cool:

Bei fröhlichstem Sonnenschein ging’s für uns zum Schlachthof, gute zwei Stunden vor Spielbeginn und sicher nicht als einzige mit dieser Idee. Innerhalb kürzester Zeit, war der gesamte Platz prall gefüllt und die Leute stapelten sich fröhlich übereinander…unbequem? Kalt? Egal, alles für den Verein!! Riesen Stimmung brandete auf, als die Mannschaft im Playmobil-Stadion einlief…zumindest bei denen, die sich tatsächlich auch das Sankt Pauli Spiel angeschauten…die vom Nachbarbildschirm hatten anfangs wohl nicht so viel Glück :.)

Doch gleich zu Beginn sah es auch auf dem Spielfeld alles andere als glücklich aus…nach einem Doppelpass der Fürther in der 10. Minute, tauchte Fürstner vor Hain auf, ließ den Torwart hinter sich, schoss aber vorbei. Getroffen hatte irgendwie dennoch und zwar den Kopf von Hain und das auch noch mit dem Knie. Das Blut lief und Hain musste von den Sanis abtransportiert werden…eine riesen Schock gleich zu Beginn der Partie…Mit Pliquett als Spontanersatz ging es weiter. Sankt Pauli startete lose wirkende Angriffe gen Fürther Strafraum, die zunächst alle verhallten, wie der in der 16. Spielminute, als Takyi den Ball von Ebbers übernahm, bis vor’s Tor marschierte und dann doch an Grün hängen blieb. Sankt Pauli versuchte sich den Hainverlust nicht all zu sehr zu Herzen zu nehmen, doch verständlicherweise ging das nicht von jetzt auf nu…doch spätestens mit dem Führungstreffer durch Nöthe, hatte sie keine andere Wahl mehr: Den katastrophalen Rückpass von Bruns fing Haas ab, spielte Nöthe in den Lauf und der machte das Tor aus gut zehn Metern Entfernung. 1:0 für Fürth…

Als wenn das nicht schon genug wäre, nervte mich auch noch ein Teil meiner Umwelt…um genau zu sein, der Teil, der hinter mit stand…Man soll sich ja über jeden hier freuen, der Sankt Pauli die Treue hält, unterstützt und sich mitfreut…aber wenn die Grazien hinter mir nur über Mietverträge und irgendwelche Wehwehchen palavern, anstatt sich das Spiel anzuschauen, dann darf ich auch mal meckern. Meine persönliche Hitliste: ” Für die Fürther ist das doch hier egal, die haben doch eh nichts zu verlieren…dann können die doch auch mal ein bisschen netter spielen!” Ja, die Qualität der Fußballkommentare sinkt mit der Eventmasse. Auch schön die freudige Erwartung auf Martina. Und Martina brauchte seeehr lange: “Martina wollte noch einen Parkplatz suchen. Hoffentlich findet sie einen!” Ja, die Chancen stehen gut…Denken, bitte jetzt! Kurze Erklärung, mein Freundeskreis und ich saßen, die Dame stand hinter mir und stieß mich in einer Tour an, hibbelte und quatschte…nun musste einer meiner Freunde auf Toilette und eine Tasche markierte seine baldige Rückkehr….”Oooh, wie toll….rückt ihr mal auf, dass ich mich setzen kann!!!” :shock: Klar, warte…ach was, nimm doch einfach meinen Platz…

Hochkonzentriert wie ich war, bekam ich sogar noch was von der ersten Halbzeit mit…und zwar Lehmanns Freistoß in der 39. Minute aus guten 23 Metern…auch wenn der vorbei ging, Schmackes hatte der und Grün Bewegung. Die Hoffnung lag jetzt also auf der zweiten Halbzeit…und die konnte ja nur gut werden: Martina war nämlich endlich da und ich konnte erfolgreich meinen Platz tauschen! Tja, und watt soll ich sagen…Sankt Pauli spielte jetzt energisch nach vorne…49. Minute Rothenbach flankte vor’s Tor, doch Ebbers kam nicht mehr ran und der Ball verschwand links am Tor vorbei ins Aus…doch keine zwei Minuten später war er da, der Ausgleichstreffer!!! Takyi holte sich den Ball am Fürther Sechzehner und übergab an Naki, der aus einigen Metern Entfernung das Tor machte. Endlich, wir waren wieder dran!!!!!!!! Das Spiel konnte man inzwischen als sehr körperbetont bezeichnen…oder besser “kampfbetont”…denn Sankt Pauli konnte den Aufstieg jetzt sichtbar spüren und warf sich nach vorne. 65. Minute: Takyi setzte sich wunderbar gegen zwei Gegenspieler durch, gab zurück auf Rothenbach, der hatte alle Zeit der Welt und flankte auf den langen Pfosten, wo Ebbers ins linke Eck einnicken konnte…Sankt Pauli auf Aufstiegskurs!

Sankt Pauli wollte sich die Butter nich mehr vom Brot nehmen lassen, stattdessen hagelte es auf Grün ein…73. Spielminute: Bruns auf Boll, sah Takyi in der Mitte und spielte auf ihn ab. Der inzwischen nicht mehr frei, drehte sich mit dem Ball, behielt die Nerven und lochte lässig ein. Drei zu eins für Sankt Pauli….Vorm Knust sprengte die ohnehin schon gute Stimmung das Launebarometer und drückte sich nun in “Nie mehr zweite Liga”-Gesängen aus. Da ließ sich sogar das Abseitstor in der 78. Minute verschmerzen…ohne zu ahnen, dass wir für unsere Bescheidenheit ( :twisted: ) doch noch mit einem 4:1 belohnt werden sollten. Zwei Minuten vorm regulären Abpfiff kam dann der Einwechselking ins Spiel…Hennings aka. Joker bekam den Ball über links zugeflankt und tat nochmal was für das Torverhältnis…Kurz danach der Abpfiff und sämtliche Dämme brachen…wildfremde Menschen lagen sich in den Armen…die, die sich kannten noch ein wenig herzlicher und in Fürth war der Rasen auf einmal nicht mehr grün…jedenfalls, sah man nichts mehr davon…unsere Mitgereisten hielt es nämlich keine Sekunde mehr auf den Rängen. Fasziniert und mit Pipi in den Augen, “You’ll never walk alone” im Ohr und in den Kehlen, blickten wir auf den Bildschirm und genossen diesen wunderbaren Augenblick :grin:

DANKE SANKT PAULI…YOU’ll NEVER WALK ALONE!!!!

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Einer geht noch, einer geht noch rein….

Axel Scholz am 24. April 2010

FC Sankt Pauli vs. TuS Koblenz 6:1

Hui, was für ein Spiel. 50 Minuten brannten unsere Jungs gestern ein Feuerwerk ab und ließen den Gästen aus Koblenz nicht den Hauch einer Chance. Nichts zu sehen von Nervosität oder Angst vorm Aufstieg. Es gab zwar leichte Anlaufschwierigkeiten, aber dennoch alles in allem sehr souverän. Volle Hütte am Millerntor und geile Stimmung in allen Kurven rundeten diesen perfekten Tag ab.

Aber kommen wir zum Spiel. Schiri Stark pfiff pünktlich an und zunächst viel hin und her von beiden Teams. Koblenz in der Folge dann etwas mutiger und mit der ersten Chance des Spiels. Pourie in der 22. Spielminute von der Mittellinie mit einem Sturmlauf Richtung Matze Hain, am 16er setzt er zum Schuss an und Thorandt in letzter Sekunden mit dem langen Bein dazwischen. In der 30. Minute dann ein Ball in die Spitze auf Takyi. Der dringt halbrechts in den Strafraum ein und wird von Hartmann von den Beinen geholt. Elfmeter für uns, wie geil, wie geil. Bruns legt sich die Pille zu recht, Pfiff und………Bruns semmelt flach unten links am Gehäuse vorbei. Nein, das darf doch nicht wahr sein, fuhr es durch meinen Kopf aber halt, Schiri Stark ließ den Elfer wiederholen, da einige Koblenzer zu früh in den Strafraum gelaufen waren. Diesmal schoss allerdings Lehmann. Quasi genauso wie Bruns, nur aufs Tor, aber Paucken riecht den Braten und pariert. Man man man, das kann doch nicht angehen. Aber egal, mundabwischen und weiter geht’s. Zunächst allerdings mit den Koblenzern. 40. Spielminute, Einwurf für die Gäste Höhe 16er, der Ball kommt zum freistehenden Pourie, der spitzelt den Ball an Hain vorbei und Morena gerade noch dazwischen. Das war extrem knapp. Es folgte Minute 42. Der Sir schnappt sich den Ball an der Außenlinie, zieht dann nach innen und jagt den Ball aus 18 mtr. flach ins rechte untere Eck zum 1:0

Nur 120 Sekunden später. Langer Ball auf Ebbers, der halbrechts im 16er der Gäste flach auf Naki am Elferpunkt, Schuss und Paucken hält, der Abpraller landet wieder bei Naki, kurz den Gegenspieler ausgedreht und zack war der Ball zum 2:0 im Netz. Paaaaaaaadie……und Halbzeit

Die zweiten 45 Minuten begannen dann wieder etwas ruhiger und es dauerte bis zur 57. Spielminute, bis es wieder klingelte. Naki von der Eckfahne an der Torauslinie entlang, vernascht einen Koblenzer und passt schön auf Takyi am kurzen Pfosten. Der legt sich den Ball noch von links auf rechts und tunnelt Paucken zum 3:0

Foto: Antje Frohmüller

Wir hatten uns gerade wieder beruhigt, als es erneut im Gästetor einschlug. Ein Konter der Koblenzer wird abgefangen und Lehmann schnappt sich den Ball. Langer Pass auf Ebbers, der mit dem Ball auf und davon, strammer Linksschuss und drin ist das Ding zum 4:0 in der 59. Minute

Es spielte nun nur noch ein Team und zwar das in braun-weiß bzw. ganz in braun. Man fühlte sich an Spiele aus der Hinrunde erinnert, in denen wir ähnlich souverän aufspielten und den Gegnern keine Chance ließen. Stani brachte nun Edeljoker Hennings und der war grad mal 6 Minuten auf dem Platz um sich auch in der Torschützenliste einzutragen. Wieder langer Ball von Lehmann, Hennings stoppt das Leder, kurze Drehung, an Paucken vorbei und ins leere Tor zum 5:0

In der 74. Spielminute gab es dann den zweiten (dritten) Elfmeter des Spiels. Boll kommt im Strafraum zu Fall und zum Erstaunen aller zeigt Schiri Stark auf den ominösen Punkt. Lehman will es noch mal probieren und ist diesmal erfolgreich. Der Ball landet als strammer Schuss in den Koblenzer Maschen zum 6:0

Quasi im Gegenzug dann doch noch ein Treffer für die Gäste. Pourie lässt Morena und Lechner ziemlich alt aussehen und zieht vom 16er Eck ab genau in den rechten Giebel von Matze Hain. Ein Sonntagsschuss an einem Freitag Abend könnte man sagen. Aber egal, das störte nun wirklich keinen mehr, obwohl……………………..es nun von den Rängen schallte: „aufwachen, aufwachen“ und „wir woll’n euch kämpfen sehn, wir woll’n euch kämpfen sehn“

3 Punkte im Sack, 19 Tore besser als Düsseldorf und somit Platz 3 sicher, schön Augsburg mit dem Sieg unter Druck gesetzt, was will man mehr. Ach ja, die Region hat ja auch noch verloren. Ob das noch eine Rolle spielen wird, wird man sehen. Ich bin mal gespannt…….

Foto: Antje Frohmüller

FORZA SANKT PAULI

(Und nicht vergessen, unsere Läufer am Sonntag beim Marathon zu unterstützen!!!!)

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Sankt Pauli bei Union

Daniela Schwabel am 18. April 2010

Was passiert, wenn Zeitmanagement und Studentin aufeinander treffen? rüchtüüüch, nichts…

Wegen des akuten Samsundhausarbeitsabgabetages, der in die Sonntagsverlängerung gegangen war, habe ich doch tatsächlich eben erst das Spiel gesehen – St. Pauli Tv sei Dank!…hmpf…völlig unwissend, sei hier angemerkt….im Schweiße meines Angesichts habe ich die Neugier unterdrückt und immer wieder den zitternden Finger weggeschlagen, der heimlich die Sankt Pauli Website öffnen wollte. Kein Fernsehen, kein Radio, Facebooksanktpaulifreunde wurden ausgeblendet und der Ergebnisreport erfolgreich abgewendet. Tja, so im Nachhinein weiß ich nich mehr, ob ich das noch so toll finden soll….klein Dani ganz naiv vorm Bildschirm sitzend, den Sieg im Blick, während alle anderen schon Bescheid wissen??? Neneenenene…nich nochmal :.)

Während ich mit kilometertiefen Augenringen vorm Computer hockte und fleissig Fußnoten korrigierte, formatierte und in Panik verfiel, ob meiner schwachsinnigen Pseudowissenschaftlichkeit, schien scheinbar die Sonne und die alte Försterei erging im Fußballspaß…und zu Beginn sah ja fußballerisch auch alles ganz toll aus! Sankt Pauli spielte munter nach vorne und übernahm das Kommando. Gleich in der 3. Spielminute wurd’s eng für Union….Ebbers spielt auf Takyi, der wiederum greift über links an, passt in die Gasse zu Kruse und der versucht den Torschuss, rechts an Glinker aber leider auch am Tor vorbei….trotzdem, Sankt Pauli machte gleich mächtig Druck! Da geht doch was, dachte sich sicher nicht nur mein naives kleines Fußballherz…20 Punkte Differenz zwischen den beiden Mannschaften, die noch in der Mitte der Hinrunde Kopf an Kopf  stürmten. Tja, so eine Saison is lang…

Siebente Minute und Takyi nimmt den Ball mit dem Kopf an, Tempo auf, kommt dann aber kurz vor oder im Strafraum nicht mehr durch, gibt von links in die Mitte ab, wo Ebbers eigentlich weitermachen sollte…stattdessen an Rothenbach, doch auch sein Torschuss geht knapp vorbei. Dann das Foul von Morena und der Freistoß für Union. Mattuschka knallt das Ding direkt an den linken Innenpfosten, Hain hechtet, kann aber nichts ausrichten, denn der Ball winkelt von da fies  rein. Berlin geht in Führung…Und was plapperte der Kommentator ne Minute zuvor noch? Kaum Tore für Union aus dem laufenden Spiel, die meisten durch Standards. :???: Danach lief’s bei Sankt Pauli schlagartig alles andere als rund und Union auf Hochtouren. Das Blatt wendete sich gegen uns und das nach gerade mal ner Viertelstunde Spielzeit…nenene heutzutage geht doch alles viel zu schnell. Knappe acht Minuten später isser dann trotzdem da, der Ausgleich…jetzt wird wieder alles gut, das war ja auch zu erwarten…Sorgen haben wir uns bei unserem Lieblingsverein ja eh nich gemacht. Takyi ist am Ball und zieht plötzlich aus knapp 25 Metern ab und das Ding sitzt!!! Leicht vom Gegenspieler abgefälscht landet der Ball im rechten unteren Eck….O-Ton Kommentator: “Wenn sie Gerechtigkeit suchen, dann gehen sie nicht auf den Fußballplatz.” :shock:Ääh, BIDDE??? Nur weil uns etwas die Anfangsenergie abhanden gekommen is?

Union war trotz des Ausgleichs immer noch fantastischer Spiellaune und wir mussten bis zur 35. Minute warten, dass Sankt Pauli mal wieder angriff…Takyi marschiert durchs Mittelfeld, wird aber dann doch zu Fall gebracht…Kurz vor Pause noch einmal die Chance für ihn und Takyi locht ein, der Führungstreffer…große Freude und Tammtamm, dass der Schiri nich gut gucken kann…Treffer zählt nicht…der Schiedsrichter wertet Foul am Torwart. Rothenbach flankt, Blinker lässt den Ball durch, rauscht beim rausgehen mit Ebbe zusammen, während der Ball schon längst bei Takyi ist. Unglücklich, tut bestimmt auch weh, aber definitiv kein Foul!!! Wozu steht denn der Assistent da????? Mit einem fetten Ungerechtigkeitsgefühl ging es in die Pause…und mit der Hoffnung, dass Sankt Pauli einen gewissen Tornachholgedanken hegte. Temporeich und viele Strafraumszenen, ohne die Toraberkennung ein gutes Spiel…

Brunnemann, frisch eingewechselt, testete zunächst mal Kruses Abwehrfähigkeiten. Alles in allem war die Partie jetzt viel ausgeglichener. Ebbers kam nicht viel zum Zug, zu arg kontrolliert durch seine Gegenspieler…Zuspielfehler stellten sich inzwischen aber auf beiden Seiten ein. Und wo war eigentlich Sankt Paulis Laufbereitschaft der ersten Minuten? Da ging’s doch auch!? Größtenteils neutralisierte man sich gegenseitig im Mittelfeld, gute Offensivaktionen waren dementsprechend selten. Ach ja und die Abseitsfalle is ja bekanntlich auch nich so wirklich aufgegangen…ne, Herr Morena? Rothenbach und wer sich sonst das Ding noch ausgedacht hat!? Benyamina war es jedenfalls, der davon profitierte, nahmden Ball im Strafraum an und schoss aus rund 15 Metern, Hain konnte mit den Fingerspitzen wohl noch den Luftzug spüren, als der Ball im rechten unteren Eck landete. 2:1. Pünktlich zur Nachspielzeit warf Sankt Pauli dann doch nochmal alles nach vorne, aber vergeblich…Sankt Pauli verschenkt wertvolle, vor allem aber entspannende Punkte…Hoffen wir, dass es mit meiner Hausarbeit besser läuft! :mrgreen:

Forza….

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Der Aufstieg rückt näher……

Axel Scholz am 13. April 2010

FC Sankt Pauli vs. FC Augsburg 3:0

Hui, was für ein fantastischer Fußballabend. Am ungeliebten Montag wurde die Augsburger Puppenkiste mit einer 0:3 Niederlage wieder auf die Heimreise geschickt und das auch noch völlig verdient. Das bedeutet, wir haben nun 4 Punkte Vorsprung auf den FCA auf Rang 3 und ganze 9 auf Düsseldorf und Duisburg, bei noch 4 ausstehenden Spielen. Das klingt doch gut, oder?

Aber zurück zu gestern Abend. Wir kamen so gegen 18.15 Uhr an und hatten erstmal massive Probleme einen Parkplatz zu finden. Das Gelände auf dem Heiligengeistfeld war nicht verfügbar, die Glasischausse trotz Dom nicht gesperrt (da wir ja einen Wochentag hatten) und auch sonst war noch alles voll, da um diese Uhrzeit viele Leute noch arbeiten und somit auch die Parkplätze belegen. Nach ca. 30 Minuten klappte es dann doch und wir machten uns auf Richtung Container. Dabei mussten wir ein Stück über den Dom und auch am Auto Scooter vorbei. Weia weia, was da so für „Gestalten“ rumhängen. Aufgetakelte weibliche Teenies, die sich untereinander mit Alter ansprachen und natürlich auch Jungs aus der Abteilung: Ey Digga, was los? Naja, wir wollten ja nicht mit dem Scooter fahren, sondern zum Fussi.

Wie immer Montags pfiff dann Schiri Meyer die Partie um 20.15 Uhr an und es herrschte gleich Alarm auf den Rängen. USP hatte angekündigt, den 20 min. Schweigeprotest bei Montagsspielen neu zu überdenken (also in der Form, nicht ob überhaupt) und ihn daher ab sofort auszusetzen. Eine gute Entscheidung wie ich finde und was folgte war der Support vom ganzen Stadion ab der ersten Spielminute. Herrlich, so soll es sein. Ich hab übrigens den Augsburger Gästeblock nicht ein einziges Mal gehört

Zum Spiel. Calle Rothenbach heute wieder rechts hinten mit an Bord, genauso wie Kommissar Boll nach seiner viel diskutierten Rotsperre. Wir in der ersten Hälfte sehr vorsichtig agierend mit einigen Fehlpässen und verlorenen Zweikämpfen. Die Gäste aus Augsburg keineswegs nur hintendrin stehend, sondern mit gutem Spiel nach vorn. Ich würde mal sagen, dass die Augsburger in Hälfte 1 zu 75% in unserer Hälfte unterwegs waren, was schon den Spielverlauf wiedergibt. Beide Teams mit ein paar kleineren Chancen, die Gäste aber auch mit einer ganz ganz dicken. Traore in der 30 Spielminute zusammen mit Morena auf unser Tor zu, Schuss und Matze Hain macht sich lang und länger und kriegt den Ball gerade so noch um den Pfosten gelenkt. Das war wirklich erste Sahne Matze und eigentlich auch Ecke. Aber das Schirigespann gab Abstoß und uns sollte es recht sein

0:0 also zur Pause und weiter mit Durchgang zwei. Kaum 5 Minuten gespielt und den 19901 Zuschauern stockte der Atem. Langer Ball auf Thurk und der zirkelt den Ball an Hain vorbei ins Tor. Aber……….Abseits. Ob berechtigt oder nicht kann ich nicht beurteilen und ist im Nachhinein auch schnuppe. Der nächste Aufreger dann vorm Augsburger Tor. Lehmann kommt am rechten Strafraumeck an den Ball, fackelt nicht lange und zieht ab. Der Ball flach an Gästekeeper Jentsch vorbei ins lange Eck zum 1:0 für den FC Sankt Pauli

Foto: Antje Frohmüller

Augsburg geschockt und in der Folge spielte nur noch braun-weiß. Ein Angriff nach dem anderen rollte aufs Augsburger Tor zu, aber Naki und auch Takyi schafften es noch nicht, die Kugel zu versenken. Das sollte sich ändern, denn es war Ebbers-Time. Wir schreiben die 61. Spielminute. Takyi mit dem Ball rechts raus, schöne Flanke auf Ebbers, der stoppt den Ball mit der Brust und versenkt ihn dann an Jentsch vorbei zum 2:0 im Netz…..wooooowhooooo

Foto: Antje Frohmüller

Von den Gästen nun nichts mehr zu sehen. Ein paar harmlose Vorstöße in unsere Hälfte war alles. Der Frust der zwei Tore schien tief zu sitzen und unsere Jungs wurden immer sicherer. Die endgültige Entscheidung dann in der 83. Minute. Ebbers über rechts, tanzt 2 Gegenspieler aus, um dann wieder mal an Jentsch vorbei einzunetzen. 3:0 stand nun auf der Anzeigetafel

Foto: Antje Frohmüller

Was folgte waren 2 Minuten Nachspielzeit und der Schlusspfiff von Schiri Meyer, der mir übrigens gut gefiel gestern. Standing Ovations für die Mannschaft, die sich übrigens auch mit Applaus beim Gästeblock bedankte und ein YNWA waren der Abschluss eines tollen Fußballabends. Wir machten uns nun wieder auf Richtung Container um noch ein Siegesbier zu trinken. Dort war es allerdings extrem voll und drängelig, da die abwandernden Zuschauer nicht übers Heiligeistfeld konnten. Zu allem Überfluss musste dann auch wieder mal Team Green unbedingt mit einem Auto durch die Masse. Mir unverständlich, dass man es nicht so planen kann, dass man seine Fahrzeuge rechtzeitig so platziert, dass man nicht durch die Leute muss. Tzz tzz
Sportlich wäre noch zu erwähnen, dass sowohl Naki als auch Torghelle nach ihrer 5. gelben Karte fürs nächste Spiel gesperrt sind und das Thurk nach einer Verletzung den Platz verlassen musste.

Der Aufstieg rückt in greifbare Nähe……

FORZA SANKT PAULI

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Osterkick für Fortuna

Daniela Schwabel am 6. April 2010

Es wäre ja auch zu schön gewesen…und so einfach! Augsburg hatte nur unentschieden gespielt und damit für uns. Eine gute Möglichkeit also für Sankt Pauli sich den Weg oben freizuschaufeln und auf Abstand zu gehen.  Hätte, wäre, könnte…wie so oft, wenn es um die Big Points ging…Aber nicht umsonst war diese Partie ein Montagsspiel und Fortuna Düsseldorf ja auch nicht irgendein Gegner.

Die Partie begann ruhig und geordnet, beide Mannschaften schienen noch ganz entspannt vom Osterwochenende. Knapp zwanzig Minuten später sah das alles schon wieder anders aus: lebendig ging’s zu in der Düsseldorfer Arena…ein munteres Hin und Her, wie ich immer so gerne bemerke. Sankt Pauli störte früh und zeigte schöne Ballabnahmen.  Was allerdings wirklich fehlte, waren die Torchancen…und genau das brachte ein paar Minuspunkte auf der Halbzeitspannungsskala. Knapp 31 Minuten mussten gespielt werden, damit ein Torwart auch mal was zu tun bekam…blöderweise war das Hain, auch wenn sich dabei nichts auf der Anzeigentafel tat. Nach einer verunglückten Abwehr von Morena, musste van den Bergh nicht mehr viel tun und stattdessen nur noch draufhalten. Hain machte sich lang, kam noch dran und konnte nach oben ablenken.

Sankt Pauli ließ jetzt ein paar Lücken und weil an diesem Tage ja noch Ostern war, gabs diesen Tipp vom Sofa aus auch gratis: Liebe Verteidiger, vielleicht ein bisschen dichter am Gegenspieler stehen, dann klappts auch mit der Abwehr! Highlightarm aber temporeich war diese erste Halbzeit, bei dem einfach der letzte Zug zum Tor fehlte.  Zuhause vorm Fernseher hieß es jetzt, die letzten Schnapeier zu müffeln und darüber zu diskutieren, dass es mit so einer Flügelvernachlässigung ja auch nich klappen kann. Jaa, die liebe Bierseeligkeit vorm Fußballfernsehgerät…da hätte so mancher schon den Aufstieg in der Tasche…ach was sag ich, Champions League!

Kaum angepfiffen war sie auch schon da, die glückliche Führung für die Gastgeber, die ihren ungeschlagenen Stand heute unbedingt halten wollten. Und für Fortuna sah es gut aus: Die Vorarbeit machte Fink…laaanger Pass von der Mittellinie aus auf Harnik, der wiederum nach scharf links auf Heidinger…keine Chance für Hain. 1:0 für die Düsseldorfer. Sankt Pauli erhöhte jetzt den Druck, konnte aber lange Zeit nichts gegen die hochfliegenden Gastgeber vor Riesenkulisse ausrichten. Erst die Einwechslung von Naki in der 59. Minute brachte mehr Schwung in die Offensive und gleich eine Riesenchance: Naki schießt flach von der linken Strafraumgrenze aus, der Keeper is dran und der Ball geht knapp rechts am Tor vorbei.

Die Hänger bei unserer Lieblingsmannschaft kamen so roundabout 65. minute aufwärts….angefangen mit einem überaus unnötigen Eckball für Fortuna, weil Herr Hain den Ball etwas lustlos per Fuß aufnehmen wollte, die Sohle aber anscheinend nicht mit genügend Haftcreme bearbeitet war…bis hin zu sich häufenden Fehlpässen. Düsseldorf stand hinten sicher, die Angreifer von Sankt Pauli bewegten sich nicht mehr und die Bälle wurden vorm 16er völlig ideenlos hin und her geschoben…Vier Punkte vor Augsburg könnte man sich her erspielen…Dabei war es doch Sankt Pauli das die Partie über weite Strecken in der Hand hatte…und auch zum Ende der Partie zeigten die Kiezkicker noch einmal Kampfgeist. Für die besagten Big Points jedoch fehlte einfach der letzte Biss!

Auf zum nächsten Montagsspiel…halten wir es spannend!

Forza

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Rumble on the Spielfeld

Daniela Schwabel am 28. März 2010

Und ich dachte, ich hätte nichts zu schreiben, wenn Hansa Rostock nur zur Hälfte anreist…aba anscheinend braucht es keine RostockFANS für akute Rudelbildung.

Die neue Kartenstrategie einiger Protagonisten und die Ankündigung von Protestaktionen ließen das sportliche Ereignis ein wenig in den Hintergrund rücken. So blieb die Südkurve für die ersten Minuten des Spiels leer, genauso wie der Gästeblock (die chronologische Reihenfolge war natürlich eine andere)…stattdessen hingen Plakate: “Stell Dir vor, es ist Fußball und keiner darf hin”. Die offene Solidaritätsbekundung der Sankt Pauli Fans eine gute Sache, die Selbstdarstellung einiger Protestler beim Wiedereinmarsch ein wenig daneben.

Die erste Chance des Tages lag bei den Rostockern, ansonsten begann das Spiel ziemlich torungefährlich. Nach rund einer halben Stunde Spielzeit verdichteten sich die interessanteren Szenen des Spiels. Angefangen mit einem relativ harmlosen Distanzschuss durch Naki in der 24. Minute, fortgesetzt mit Kuses verzogenem Sechzehnerversuch, Lechners gefährlicheren Querbalkenüberflug und beendet durch Ebbers Torwarttest: die Aufbauversuche zum ersten Tor. Übung macht den Meister und so folgte das 1:0 recht zügig: In der 41. Spielminute war es Schöneberg, der Ebbers mit einem Rückpatzer die Möglichkeit bot, sich die Kugel zu schnappen. Und die nutzte er! Torwart Walke sah daraufhin nicht unbedingt besser aus, denn dieser ging relativ weit aus dem Tor raus, erwischte den Ball nicht, Ebbers umrundete ihn mit links, ließ ihn wiederum rechts liegen und konnte den Ball ins leere Tor einschieben!!!!    1:0

Nach Vorübung und Torabschluss schienen nun sämtliche Dämme der Sankt Pauli-Spieler zu brechen und der Torschussversuchsreigen ging los…in der 53. Minute drang Naki mittig in den Rostocker Strafraum ein, aber statt selbst zu schießen, gab er nach links ab auf Takyi…gleiche Höhe…der schoss, Walke hielt und die Fahne prangte oben. Kurz danach war Naki ein wenig mutiger..ein wenig :.)) was auch prompt mit einem 2:0 belohnt wurde: Wir schreiben die 53. Minute und befinden uns am Strafraum der Rostocker, als Boll nach rechts auf Kruse abgibt, der zieht aus ebendieser rechten Position auf’s Tor ab, wird abgeblockt von Walke, Naki fängt den Ball aus der Drehung und diesmal kann Walke nichts ausrichten.

Sportlich sah die Situation alles andere als langweilig aus, das Spiel lebendig und Rostock bedrängt. Möglicherweise ist dadurch auch der negative “Übermut” eines Rostocker Spielers namens Retov zu erklären, der Naki in der 57. Minute brutal von hinten aushebelt. Das alleine schon eine dunkelrote Karte mit extra Pigmenten wert…doch nun stürmt Boll etwas übermütig heran, um Retov wahrscheinlich ganz ausgeglichen über seinen Fehler aufzuklären…der Zuschauer, der Schiri aber eigentlich auch der Retov selbst bekamen keine Gelegenheit, sich über die Intentionen Bolls Gedanken zu machen, denn das tapfere Schneiderlein Retov streckte Boll gleich mal per Kopfstoß danieder…wo er doch grad dabei war…zwei auf einen Streich! Akutes Rudelrumble on the Spielfeld…Herr Schiedsrichter Rafati zieht folgerichtig die Rote für Retov…doch was dann? In fast ein und derselben Bewegung auch für Boll!!!!!!!!!!:shock: Wenn die Lage eben noch nicht gereizt und unübersichtlich pöbelig war, dann jetzt. Bolls rote Karte äußerst diskussionswürdig…die Haltung des Schiedsrichters allemal. Unglaubliche Szenen…Und wer hätte gedacht, dass am Ende des Spieltages die Krawallbilanz durch die Spieler selbst nach unten gezogen würde :.))

Wieder einmal ohne Fehl und Tadel präsentierte sich Hain, der einige seiner Glanzparaden zum Besten gab. Dass er überhaupt Arbeit hatte, lag aber auch an einigen Minuten in der fortgeschrittenen Spielzeit, in denen Sankt Pauli förmlich nach einem Anschlusstreffer zu betteln schien. Da wurde nicht richtig rausgespielt, Pässe kamen ebenso unrichtig an…doch zum Glück ohne nennenswerte Konsequenzen. Im Gegenteil, Sankt Pauli ging kurz vor Schluss nochmal nach vorne…bestes Beispiel: Kalla in der 85. Minute, schön geschickt von Hennings, im Alleingang gen Rostocker Tor, blieb aber leider an Rostock hängen. Kein dritter Treffer…und trotzdem ganz viel Spaß, denn inzwischen wurde jeder Ballkontakt vom Publikum mit “Huii” oder “Buuuuh”  intoniert…je nachdem welche Mannschaft am Ball war…Eine völlig neue Form des Fußballkommentars :.)

Tja, ein ereignisreicher Spieltag war das! Eine hartumkämpfte Partie…”politisch” wie spielerisch…drei Punkte, kein Gegentreffer, zwei rote Karten, Boykott und Beinaheprügelei…während Hansa Rostock mit Schmähliedern verabschiedet wurden, machten unsere Spieler noch eine Extra-Welle vor Jahr100Elf-Mitglied Trulsen…

You’ll never walk ohne Gästefans again….bidde!

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1999 – 2010

Daniela Schwabel am 19. März 2010

Sankt Pauli zu Gast bei Energie Cottbus

Es ist warm an diesem Freitagabend…der Frühling kündigt sich an und im Supermarkt liegen schon die ersten Grillfackeln aus…wir können endlich wieder draussen Fußballschauen, ohne dass man sich den A… abfriert…und Sankt Pauli gewinnt im Stadion der Freundschaft. Ich hab’s ja gesagt, der Mannschaft war’s einfach zu kalt…Nun ja, das ist ja glücklicherweise vorbei und Tabellenplatz Nummer Zwei vorübergehend wieder der unsrige. Und was mussten wir da lesen in der “Zeitung” unseres Vertrauens? Seit 1999 hatte Sankt Pauli nicht mehr in Cottbus gewonnen. Meinen Tischnachbarn darauf angesprochen, sehe ich feuchte Augen…Klasnic und Marin…hachja…

Dieser “Torlos”-in-Cottbus-Bann ist ja nun gebrochen und das haben wir natürlich dem Takyi seinem Tor zu verdanken, vor allem aber Hain, der die drei Punkte mehrmals in diesem Spiel gehalten hat. Munter ging es von Anfang an zu in dieser Begegnung. Bruns testete die gegnerische Abwehr gleich zu Beginn gehörig auf ihre Reaktionen und auch Torwart Tremmel durfte sich schonmal bewegen. Die Antwort ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten: 8. Minute und Rivec ist es, der über links in den Strafraum kommt und auf Shao abgibt, der schießt aus kurzer Distanz…aber vorbei! “Gott sei Dank, dass der nich schießen kann!!!”, tönt es rechts…Da haste wahr, Mann! Mit verschnaufen war aber auch noch nichts, denn diesmal ist es Kweuke mit einem langen, schwierigen Ball, aber Hain kann noch mit den Fingerspitzen klären…Wahnsinn! Doch anstatt mal vernünftig raus zu spielen, wird’s lieber nochmal ein bisschen eng…ach was Jungs, bleiben wir doch alle noch ein bisschen in unserem Strafraum, wär ja sonst auch langweilig *hmpf*

Trotz so einer kleinen Ausflippsituation gab auch sehr Tolles zu berichten, zum Beispiel von den holden Taten eines jungen Oczipka…der technisch äußerst versiert, mal eben die gegnerischen Spieler verarscht…sehr schön! Wer schonmal was über Fußballspiele geschrieben hat, der weiß, dass man ob der Langweiligkeit gerne auch mal eine ganze Halbzeit weglassen könnte…heute allerdings agierten beide Mannschaften so offensiv, dass es munter hin und her ging. Die nächste erwähnenswerte Szene passierte in der 18. Minute, denn da war es Takyi, der den Ball aus der Drehung heraus auf Tor drosch…leider zu zentral und so direkt auf Torwart Tremmel, der klasse parierte. Mir würden noch einige gute Szenen einfallen…doch auch die kleinen Dinge des Lebens sollten wir zur Kenntnis nehmen und das war das äußerst fairfreundliche Spiel beider Mannschaften. Foulte einer den anderen, blieb man erstmal scherzend nebeneinander im Gras liegen, bolzte einer…aus Versehen natürlich :.) .. den anderen um, wurde trotzdem gelacht. Jaa, auch den harten Kerls ist die Luftveränderung anzumerken…

Bevor wir mit einem torlosen, aber spannenden Gleichstand in die zweite Halbzeit springen, müssen wir ja nochmal über diesen haarsträubenden Lattenkracher in der 35. Spielminute tratschen. Schao war es, der im Sechzehner voll draufdrosch. Glücklicherweise zu hoch, denn ohne Helferlein Latte hätte Hain hier nicht viel ausrichten können. Puuh…doch nun der versprochene Sprung in die zweite Hälfte: Zwar lag die erste gute Möglichkeit wieder bei Energie Cottbus, das erste und einzige Tor machten aber wir! Jawoll! Nach einigen guten Spielzügen, landete Sankt Pauli schließlich vorm gegnerischen Tor. Und Takyi war es dann, der den missglückten Lehmannschen Torschuss in einen richtigen umwandelte…TOOOOR!!!! Lehmann hatte versucht direkt auf’s Tor abzuzielen, traf nicht richtig…Takyi stand umso besser und konnte relativ frei einlochen. Riesenjubel natürlich auch vorm Knust und jetzt wurde mir erst bewusst, wie voll es hier geworden war…”Bier…schnell 9 ct…ein Tor…wo sind meine 9 ct?” Tja, ein jeder lebt seine Freude über den Treffer eben anders aus :.)

Nun war es ja nicht so, dass sich die Gastgeber kampflos ergaben. Müssten die sich bei einer Niederlage ja wieder nach unten orientieren…Hain bekam also im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun. Sei es in der 65. Minute in der Shao mit einem Freistoß Hains Fähigkeiten testete oder in der 76. als das Gewusel vor unserem Tor am größten war und Petersen nahezu frei vor Hain zum Abschluss kam…Hain hielt, parierte und überhaupt…Fast im zwei Minuten-Takt starteten die Gastgeber ihre Versuche, weil unsere Herrschaften es nicht schafften, den Ball richtig rauszuspielen. ”Das is wieder so’n Ding, das is wieder so’n Ding!!!” Ja, Alta!

Doch genug der Schelte…In der Nachspielzeit zeigte wiederum Sukuta-Pasu, dass mit uns immer gerechnet werden muss und marschierte ab gen Tor, doch Torwart Tremmel war auf seinem Posten und so verhallte dieser Versuch nur in guter Laune…Die letzte spannende Situation lag einmal mehr auf Seiten der Gastgeber, denn nach einer Schwachsinnsentscheidung des Schiris hieß es nochmal Freistoß für Cottbus und das knapp vor unserem Tor…zum Glück ohne Nachwirkungen auf unseren Punktestand. Kurz danach pfiff Schiri Dingert ab, während der Platz vom alten Schlachthof bereits in glücklichen Gesängen aufging. Eine hart umkämpfte Partie, ein wohlverdienter Sieg. Fußball macht wieder Spaß!

Forza!

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Reset gedrückt, 5 Tore geschossen

Axel Scholz am 14. März 2010

FC Sankt Pauli vs. Rot Weiß Oberhausen 5:3

Ja ist denn schon Ostern? Bei so vielen Eiern (Bällen) die ins Nest (Netz) gelegt wurden könnte man das fast glauben. War aber dann doch nicht, dafür extrem unangenehm durch den permanenten Regen und dem äußerst aggressiven Windspiel. Ich hatte noch überlegt Handschuhe mitzunehmen, hätte ich doch auf mich gehört.

Schiri Hartmann, heute übrigens das erste Mal am Millerntor, pfiff pünktlich um 13.30 Uhr an und unsere Mannen in braun-weiß legten auch gleich gut los. Es war Biss zu erkennen und der Wille, das Spiel heute unbedingt gewinnen zu wollen. Wir schreiben die 5. Spielminute. Gunesch (ich glaub es war Gunesch) schlägt den Ball hoch, in Bogenlampenmanier, halbrechts raus auf Bruns. Dieser nimmt den Ball elegant an und versetzt Gegenspieler Embers, flankt von der Grundlinie auf den langen Pfosten, da steht Ebbers und köpft den Ball zur 1:0 Führung ins Gehäuse der Gäste aus Oberhausen.

Was für ein Auftakt, was für ein Reset, dachten wir uns. Das gibt heute ein Scheibenschießen und so nervös wie Oberhausen anfangs war, lag das tatsächlich im Bereich des Möglichen. Leider fielen wir dann wieder in den „bevor der Resetknopf gedrückt wurde Modus“ zurück und von Einsatz und Siegeswillen war nicht mehr viel zu verspüren. Viel hin und her, viele Ballverluste und Fehlpässe und nach vorne ging nix mehr. Unglücklicherweise verletzte sich dann Ralle Gunesch und musste leider vom Platz. Für ihn kam Marcel Eger. Was nun folgte war zum einen so klar wie Kloßbrühe, zum anderen so unnötig wie ein Kropf. 18. Spielminute und Freistoss für Oberhausen fast zentral ca. 22 mtr. vor unserem Tor. Schmidtgal läuft an, schießt halbhoch, Matze Hain kann nur abprallen lassen und Stoppelkamp netzt zur Verwunderung aller Anwesenden zum 1:1 Ausgleich ein. Man man man, das musste doch nun wirklich nicht sein. Aber Mund abwischen und weiter geht’s. Es läuft die 24. Spielminute und Freistoss für den FC St. Pauli gut 25 mtr. fast zentral. Bruns tippt den Ball kurz an und Lehmann versenkt die Kugel flach (halbhoch) ins rechte untere Eck von Gästekeeper Semmler. 2:1 für den magischen FC.

Foto: Antje Frohmüller

Was für ein Auftakt, was für ein Reset, dachten wir uns. Doch diesmal sollte es nicht so lange dauern und die Pille war wiederum in unserem Gehäuse. 31. Spielminute. Wieder Freistoß RWO und zwar „halblinksmitte“ unserer Hälfte. Kaya mit einem hohen Ball in unseren 16er und Gordon vor Eger mit dem Kopf an der Pille und schwuppdiwupp stand es 2:2. Ey was soll das denn? Wat will ‚n Oberhausen von uns? Keine Chance aber 2 Tore. Aber ehrlich gesagt sah es bei uns nicht anders aus und viel bekamen wir auch nicht mehr zustande bis zum Halbzeitpfiff. Ein Abseitstor von Terranova und eine verletzungsbedingte Auswechslung von Lehmann (für ihn kam Max Kruse) waren die letzten Aufreger. 4 Tore, davon 3 aus Standards, mehr hatte Hälfte 1 auch nicht zu bieten. Wobei 4 Tore natürlich nicht das Schlechteste sind. Wir aber wieder sehr umständlich, ängstlich, mit vielen Fehlpässen und Ballverlusten. Die Gäste aus Oberhausen aber nicht einen Deut besser und lange nicht so souverän wie Frankfurt oder Bielefeld in den letzten Spielen am Millerntor. Das machte uns Mut für den Reset Teil 2.

14.30 Uhr und Anpfiff zu Hälfte 2. Braun-weiß mit mehr Ballbesitz, aber wie schon im ersten Durchgang nicht wirklich zwingend. Wenig konstruktiv und ganz viel klein klein. Bis zur 54. Minute. Wir durch die Mitte, der Ball kommt links raus zu Ozcipka, der mit dem Ball Richtung Strafraum der Gäste, Schuss und der Ball flutscht unter RWO Keeper Semmler hindurch zur erneuten Führung für den FC Sankt Pauli . Neuer Spielstand 3:2

Alarm am Millerntor, das nun auch langsam aufwachte. Bis dato passten sich die Ränge eher dem Niveau auf dem Platz an und das war nicht so dolle. Sollte sich aber von nun an ändern. Wir schreiben die 58. Spielminute. Einwurf Oberhausen. Der Ball kommt zu uns, wird weitergeleitet auf Ebbers und der zieht von der Mittellinie einfach mal ab und bringt Keeper Semmler in arge Schwierigkeiten. Mit Müh und Not kriegt er die Pille noch vor der Torlinie wieder ins Feld geboxt und verhindert somit ein Tor des Monats. Schade, schade, schade. Dann wieder Oberhausen mit einem schönen Weitschuss von König aus ca. 18 Metern, der aber zum Glück zur die Latte trift. Dann Eckball für uns in der 74. Spielminute. Naki hoch auf den langen Pfosten. Keeper Semmler und Eger gehen zum Ball, Semmler fällt und Bruns netzt zum 4:2 ein. Torwartfoul, frug sich jeder in unserem Block? Nö, der Schiri hatte nichts einzuwenden und somit war das Tor regulär.

Ruhe kehrte aber leider nicht ein. Nur 3 Minuten später, n der 77. Minute, gibt es Freistoß für Oberhausen. Dieser kommt hoch in unseren Strafraum, segelt an allen vorbei außer an Miletics Fußspitze und von dort an Hain vorbei zum erneuten Anschlusstreffer ins Tor. Nur noch 4:3 und ich erwischte mich, wie ich einige Schimpfwörter gen Platz fallen ließ. So blöd kann man doch gar nicht sein. Man o man. Aber es ging noch blöder. Mo Sako ist kaum auf dem Platz, kriegt den Ball an die Hand und der Schiri gibt Freistoß für RWO. Und was macht Mo? Er regt sich tierrisch auf und kassiert gleich erstmal die gelbe Karte. Auch Stani regte sich über diese Aktion höllisch auf und ich bin sicher, Mo musste sich nach Abpfiff einiges von Stani anhören. Nun, kommen wir zum Schlusspunkt des Spiels. 85. Spielminute und Ecke von Naki. Der Ball wird am Elfmeterpunkt kurz von den Oberhausenern abgewehrt, kommt zu Boll und der drischt das Leder noch leicht abgefälscht zum 5:3 in die Maschen.

Foto: Antje Frohmüller

Was für ein Spiel. 8 Tore bei echtem Sauwetter und etliche Herzinfarkte inklusive. Bis Mitte der zweiten Hälfte unsere Jungs nicht wirklich mit der Leistung die sie angekündigt hatten. Aber die letzte halbe Stunde entschuldigte dann für alles. 3 ganz wichtige Punkte im Sack und endlich mal wieder ins Tor getroffen. So kann es gerne weitergehen…….

FORZA SANKT PAULI

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Ein Mann mehr…zwei Tore zu wenig

Daniela Schwabel am 7. März 2010

Sankt Pauli bei 1860 München…

…so richtig Spaß macht das ja nicht, wenn man all die Wochen und Monate zuvor so erfolgsverwöhnt Fussball schauen konnte…und nu? Nicht so erbaulich was die Herrschaften da abliefern…als wär’s ihnen zu kalt…es kann doch nicht sein, dass wir ein Mann mehr aufm Platz sind und die Löwen spielen lassen wie sie lustig sind? Dabei sah’s ja mit Beginn der zweiten Halbzeit gar nicht mehr soo schlecht aus. Aufgeweckt durch die Halbzeitansprache machte Sankt Pauli Druck, erreichte den Ausgleich und wir alle dachten…jetzt geht’s aufwärts! Endlich wieder ein Tor…um zahlreiche Kommentatoren zu zitieren: “nach 355.000.000 Millionen Minuten ohne Tor”…(mal ehrlich – haben die eine “Atomuhr”, die nur die Torflauten abzählt?)..die Freude währte bekanntlich nicht allzu lange, da fiel auch schon das 2:1 für die Löwen. Ein Mann weniger? Merkte irgendwie keiner…lag es daran, dass der Platzverweis bereits in der 7. Minute angezeigt wurde? Das kann schonmal in Vergessenheit geraten,  wenn man praktisch noch das ganze Spiel vor sich hat…

Ein eisiger Wind wehte auf jeden Fall in München…keine angenehmen Spieltemperaturen. Und wir in Hamburg machten es natürlich aus reeeiner Solidarität vor dem Knust, am Aussenfernseher, gemütlich…*bibber*…wer zu spät kommt, den bestraft der Wettergott. Blieb nur die Hoffnung auf ein Torreiches Spiel, auf dass wir möglichst viel springen durften!

Dabei fing das Spiel ja auch recht cool an…zumindest mit riesen Traraaa:mrgreen: Boll bringt Pappas ein wenig unsanft zu Boden, doch Schiri Gräfe lässt weiterspielen…so wie er auch die vorigen fünf Minuten alles hatte laufen lassen. Nur dem Pappas, dem passte das mal so gar nicht und senst jetzt retourkutschenmäßig Boll um…der Ball “kilometerweit” entfernt, direkt vor den Augen des Schiedsrichters…so schnell hatte es lange keine Rote Karte mehr gegeben. Farbtechnisch allerdings nur der Auftakt für fünf Gelbe im Laufe des Spiels. Geholfen hat der Platzverweis wie gesagt nicht…in der 23. Minute nämlich konnte Oczipka Aigner nur noch hinterherlaufen, der den Ball per Kopf zum 1:0 verwandelt: 1860 spielt sich auf halblinker Position frei, der Ball wird in den Sechzehner geflankt und während der Ball gefühlte Minuten unterwegs ist, stehen unsere vier Abwehrspieler wie angewurzelt an besagtem Sechzehner und simulieren eine Abseitsfalle. Derweil läuft Aigner ungestört weiter und köpft eine Bogenlampe über Hain hinweg. Wat soll ich sagen…es war kein Abseits und die Löwen kämpften, legten fleissig nach…und uns vorm Fernseher wurde immer kälter *heul* Während nebenan noch die Getränkestände der letzten Partynacht verglichen wurden, wünschte ich mir inzwischen ebenfalls einen schönen Rumgrog herbei…natürlich nur der Wärme wegen…

Die zweite Halbzeit begann Sankt Pauli hoffnungsvoll und energisch! Und da war er auch…der erste wärmende Torjubel!!! 51. Minute…Kalla schießt eine Flanke über rechts und Ebbers köpft den Ausgleich!!! Einige um uns rum schienen so eingefroren, dass das Tor mental doch recht spät ankam :.) Oder war’s das ungläubige Staunen nach zitieren “355.000.000 Millionen Minuten ohne Tor”? Egal, die Freude war riesig…jetzt war er wieder da, der Spaß! Nach einer Ecke von rechts kommt der Ball von 1860 erneut ans rechte Strafraumeck wo Kalla den Ball aufnimmt und halb Flanke, halb Torschuss einfach mal draufdrischt. Der Ball fliegt wie ein Strich quer durch den 16er auf den langen Pfosten, wo Ebbers ganz klar nicht im Abseits die Rübe hinhält und dat Dingen reinmacht. Und Sankt Pauli legte auch gleich nach…denn in der 57.  Spielminute setzte sich Sukuta-Pasu einwandfrei vorm gegnerischen Tor durch und ballerte gegen den Pfosten…schade, aber nur ein weiteres positives Zeichen! Tja, und dann verlor Bruns den Ball und wir das Spiel…nein so pauschal war’s zwar nicht…aber dennoch führte der folgende Konter zum entscheidenden Führungstreffer der Löwen. Ignjovski lässt Thorandt wie einen Schuljungen aussehen, bringt den Ball über links und passt in den Rücken der Abwehr wo Aigner völlig unbedrängt zum  2:1 einschieben kann…KÄLTESTARRE setzte ein…eisig…

Sankt Paulis Energiebarometer passte sich schlagartig den Aussentemperaturen an…Leidenschaft? Kalt…Ideen? Noch kälter…und da wo die Spielfreude und -stärke der “guten Zeiten” fehlte, kam jetzt auch noch Pech dazu…sei es ein weiterer Pfostentreffer oder der nicht gegebene Elfmeter…ja richtig…der Elfmeter! In der 90. Minute bekommt Biancucchi den Ball an der Strafraumgrenze an die Hand…bzw. sogar an beide…in der Zeitlupe erinnerte das ganze ein wenig an einen HeißeKartoffelTanz. Und des Schiedsrichters Tröte blieb gar stumm…:shock:…Der Elfmeter entschwand in weite Ferne…der Ausgleich wäre wahrhaft gut für’s Gemüt gewesen…Und als wenn unsere Tor- und Siegesflaute nicht ausreichen würde, gewinnen auch noch die, die es eigentlich jetzt grad nicht sollten…

Davon mal abgesehen, dass wir grenzenlos motivationsbefreit Fußball gespielt haben, wurde die Nervskala gleich nochmal durch nervtötendes auf Zeitspielen der 1860er strapaziert. Da fängt der Löwen-Torwart den Ball ohne Probleme im Stehen und wirft sich halt nochmal druff…doppelt hält eben besser…besonders wenn man in Führung liegt. Rösler wird in der 89. Minute ausgewechselt und spaziert  in einem Tempo vom Platz, in der er locker für Mutti noch das Sonntagssträuschen pflücken könnte. Klar, das passiert nicht zum ersten Mal in einem Spiel namens Fußball…aber wenn man Anhänger der zurückliegenden Mannschaft ist, geht das einem gehörig auf den Keks…

Was mich zu der alles entscheidenden Frage führt…Wo ist der Spaß geblieben, liebe Sankt Pauli Mannschaft?

Nevertheless…wie mein Englischlehrer immer zu sagen pflegte….you’ll never walk alone!

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