Fürtherlich!!!

Daniela Schwabel am 9. Februar 2009

Sankt Pauli gegen Fürth (0:3)

Willkommen zurück liebe Freunde, das Millerntor hat uns wieder! Schluss mit der blöden Winterpause…noajaaa, allerdings hatten wir uns das Wiedersehen ein klitzekleines bisschen anders vorgestellt.

Aber mal ehrlich, ganz sooo überraschend war’s nu auch wieder nicht…auch wenn das Ergebnis nicht ganz so schmerzhaft hätte sein müssen. Trotzdem, halb Sankt Pauli war schließlich nicht einsatzbereit und Gegner der Tabellenzweite. Die Gäste spielten ihrer Position entsprechend stark auf und Sankt Pauli lief hinterher, um das mal ganz kurz zusammen zu fassen…doch alles auf Anfang:

Erstmal schien ja wohl die Sonne, die Stimmung war bombastisch, denn das ganze Stadion war voller Vorfreude und Optimismus. Tja, und dann zogen dunkle Wolken auf…am Himmel wie auch auf Erden…und vor allem über den Köpfen. Je länger das Spiel dauerte, desto leiser wurde es im Stadion.

Bereits in der siebten Spielminute waren die Fürther schneller als Gunesch…ja, das geht!…Reising zieht ab auf Ilicevic und der machte das erste Tor dingfest. *brks* Doch gleich danach die Hoffnung für uns, den “direkten” Ausgleich zu schaffen…das ganze in Form eines Ecke-wech-Ecke-wech-Einwurf-wech-Ecke-wech-Gewusels, bei dem Trojan glaube ich, am dichtesten dran war am 1:1…zum heulen *schnief*, denn diese kleine Szene war schon fast exemplarisch für das Spiel unserer Herzensmannschaft…nichts, aber auch gaaaaar nichts klappte und unsere Spieler boten ein Bild aufgeschreckter Hühner…und über rechts klaffte eine Riesenlücke. Das hatten übrigens auch die Fürther mitbekommen und nutzen diese, wer konnte es Ihnen auch verübeln…und es kam ja schon fast einer Einladung gleich. *ätz* Das 2:0 hatte seinen Ursprung dennoch in einem Einwurf für die Fürther…Ball in den 16er, wir köpfen raus…der Ball kommt hoch zurück, ein Fürther ist noch dazwischen, ab auf Reising und der Ball geht trocken rein… *flippaus*aufdemsitzhinundherrutsch* Ein bisschen frischer Wind mit Optimismusgeschmack wehte, als Lechner für den verletzten Biermann eigewechselt wurde…Punktspielpremiere seit über einem Jahr und das Publikum freute sich ‘n Keks…was für ein Empfang!

Wir befinden uns kurz vor der Teepause (Kamille…bitte)…Trojan wird im Strafraum gefoult und noch viel besser, der Schiri hat’s ebenfalls gesehen…ELFMETER!!!!!

Jetzt kann nichts mehr schief gehen…oder doch? Jaa, ich weiß, wenn ich schon so frage, hat die Sache einen Haken und der hieß Loboué, nicht viel Haare auf dem Kopf, stand im gegnerischen Tor und sorgte dafür, dass man sich langsam seiner Frisur anpasste. Denn an diesem Mann führte heute einfach kein Weg vorbei! Nicht in der ersten Halbzeit und schon gar nicht in der zweiten.

Welche Worte Stani in seiner Kabinenpredigt auch gefunden hatte, es schien zumindest zu Beginn der zweiten Halbzeit zu fruchten. Das Spiel wirkte geordneter und Sankt Pauli machte jetzt wieder mehr Druck auf die Gäste. Dass das letztendlich nicht mehr war, als ein kurzes Aufbäumen konnte man durchaus auch an der Stimmung des Publikums erkennen…gereizte Kommentare machten die Runde…die Feindbilder variierten…doch auch auf dem Spielfeld ging es zwischenzeitlich hoch her…siehe Fast-Prügelei, nach der Sako und Biliskov Gelb sahen. Genauso wie Boll, der nicht so ganz einverstanden war, wie sein Gegenspieler da die Fliege machte und daraufhin den Rohrspatz mimte.

Kurz zuvor, etwa in der 60.,  war er noch an der einzig richtigen Torchance der zweiten Halbzeit beteiligt. Kinder, Herz- und Kreislaufkranke, bitte unten weiterlesen…wunderschöne Ecke von Trojan, an den Pfosten doch Boll ist dran und…der Ball drin? Denkste, der Fürther Kapitän kann den Ball noch von der Linie kratzen und aus der Traum von der Aufholjagd! Das-kann-doch-bitte-nicht-wahr-sein!!!! Nichts klappte…nüscht und wieder nüscht…Chancen wurden verstolpert, verrutscht und vor allem verpasst. Das 3:0, eine Minute vor Schluss, machte da nur den Deckel zu.

Alles in allem kein unverdientes 3:0 und vor allem keines über das man sich die nächsten 10 Jahre ärgern müsste. Nervösankt Pauli, geschwächt durch den hohen Krankheitsstand, stand dem Tabellenzweiten gegenüber…Tja, übrigens danke an einige Teilnehmer der Sitzplatz Süd…insbesondere an den Grätzgriesgram zu meiner Linken (der Herr hatte übrigens den Grund der Sonntäglichen Misere ausmachen können…Trojan hieß der Mann und war an allem Schuld…selbst wenn er gar nicht beteiligt war und machte sich Luft in Form von Stakkato-Kommentaren)…denn dank einiger Herrschaften konnte ich meine “Wut” kanalisieren und auf andere Dinge konzentrieren als auf unsere geliebte Fußballmannschaft. Fünf Minuten vor Schluss begann die erste Völkerwanderung gen Ausgang, die einer plötzlichen Verpuffung glich, nachdem das 3:0 fiel. Mal ehrlich, mir tat das auch weh, aber trotzdem bleibe ich als Fan bis zum Schluss ( gesundheitliche und andere triftige Gründe mal ausgeschlossen)…in guten wie in schlechten Zeiten…und bevor ich die Jungs ausbuhe, gebe ich lieber gar keinen Pieps von mir…*schmoll*

Wie habt Ihr den Sonntag und damit die erste Heimniederlage verarbeitet?

So, für meinen Teil genug gemeckert und nun der Blick nach vorn…bis bald!

Aus der Rubrik »1...2...äh...8...11 Meter,Fiese Matenten,Fouls,Spielprosa,Wird's denn gehen?« | Keine Kommentare

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