So ein Tag, so wunderschön wie ……
Axel Scholz am 8. August 2009
FC St. Pauli vs. Rot Weiß Ahlen 2:1
Was für ein Saisonauftakt. Ich bin immer noch ganz hibbelig. Also mal ganz ehrlich……besser ging nicht!!
Ein Wetterchen wie in der Karibik, Menschenmassen (wo kamen die alle her?), meine Bezugsgruppe arg vernachlässigt, ob der vielen Leute die zum Auftakt zu begrüßen waren. Hier ein Hallo und kurzer Schwatz, da ein Hallo und kurzer Schwatz etc. etc. Coole Mucke aus dem AFM Container und……das Bier schmeckte nach Wochen der Abstinenz wieder richtig gut.
Was wir uns allerdings alle fragten, warum müssen geschätzte 400 Fahrzeuge von Team Green nun unbedingt dort vorbeifahren? Schikane? Ich bzw. wir haben es nicht verstanden und ein Statement von Vereinsseite wäre mal ganz nett, ob das wirklich sein muss.
Anyway, die Plätze wurden eingenommen und eine gewisse Euphorie war sowohl rechts als auch links von uns zu spüren. Wohin man auch schaute, strahlende Augen, Vorfreude auf das was gleich kommen würde, einfach herrlich. Allerdings hätte ich meine, gerade erstandenen Adidas Samba (Werbung) doch nicht ohne Strümpfe anziehen sollen. Nach etwa 15 Minuten hatte ich schon das Gefühl, die Haut meiner Füße verabschiedet sich langsam und es fing an, richtig zu schmerzen. Sollte aber noch schlimmer werden, mehr dazu später.
18.00 Uhr Anpfiff von Schiri Dr. Jochen Drees. Vorsichtiges Abtasten auf beiden Seiten und man merkte sofort, die Gäste aus Ahlen standen sehr kompakt und störten früh, was unser Spiel natürlich etwas hemmte. Angriffsfußballwirbelwind war heute leider nicht möglich, aber, was mich wirklich erstaunt hat, unsere Jungs schlugen die Bälle nicht einfach blind nach vorn, sondern schuben sich die Pille gepflegt in der eigene Hälfte hin und her, bis sich etwas nach vorne ergab. Meinen Respekt!!! Das haben wir schon anders gesehen und möchten das nicht mehr. Also noch mal Kompliment an die Hintermannschaft, Jungs das war nicht so schön anzusehen, aber das richtige Konzept 
Nach 10 Minuten dann die erste Ecke für den FC St. Pauli. Gegengeradenseite. Hennings hoch auf den kurzen Pfosten und da steht Thorandt am Fünfer und nickt den Ball, leider nur, an die Latte. Puh, das wär’s gewesen. Aber Mund abwischen und weiter geht’s. Diesmal über die linke Seite. Will Smith, ach nee ich mein Drobo-Ampem, flankt und Naki mit einem Kopfball knapp vorbei. Dann noch mal das Gleiche, diesmal kommt der Ball aber zu Hennings, der mit dem Kopp an den Pfosten, von dort springt der Ball zu Naki und dieser, meinen großen Respekt, ballert nicht einfach blind drauf, sondern legt wunderbar quer zu Matze Lehmann und der ganz trocken in der 31. min ins lange Eck zur 1:0 Führung
FORZA ST. PAULI 
Das Spiel danach wieder so wie in den ersten 30 Minuten. Wir bemüht, Ahlen sehr gut stehend und wenig Akzente nach vorn. Allerdings waren wir immer spielbestimmned, das muss hier mal gesagt werden. Tja und dann, ich gerade auf dem Weg zu den sanitären Einrichtungen und……………der Ausgleich. Ecke Ahlen, der Ball kommt auch hier auf den kurzen Pfosten und Matze Hain „leicht“ indisponiert, so dass Döring vor ihm an den Ball kommt und zum Ausgleich einköpft. Glücklich, sehr glücklich für die Ahlener. Naja was soll’s, waren ja noch 45 Minuten zu spielen. Es folgte der Pausenpfiff.
Beim Bierholen hab ich dann alte, sehr nette Bekannte getroffen. Ja ja, wer sich so alles am Millerntor rumtreibt. Flugs verabredet und schon ging es wieder los. Eingeläutet wurde die zweite Hälfte mit einem „Hark die Heide“ meines Vormannes. Ein gutes Motto wie ich finde. Es folgt eine Szene, die die Gemüter erregen sollte. Der Ball kommt zu Naki an den Sechzehner, der zieht ab und Döring klärt GLASKLAR mit der Hand im Strafraum. Elfmeter ganz klar. Oder doch nicht? Schiri Drees überfordert, fragt beim Linienrichter nach, der aber 50 Meter vom Geschehen entfernt steht und natürlich auch nichts gesehen hat. DAS war echt schwach vom Schiri-Gespann, das ansonsten eine ansprechende Leistung bot. War also nix mit ‚nem Elfer. Schiri, wir wissen wo dein Auto steht 
Das Spiel dann wie schon in Hälfte 1 ohne viele Aufreger. Hinten hin und her, immer wartend auf einen anspielbereiten Mitspieler in der Ahlener Hälfte. Meistens erfolglos. Die Fans feierten sich selbst, die Sonne gab ihr Bestes und es dauerte bis zur 76. Minute, bis mal wieder etwas Aufregendes passierte. Omodiagbes mit einem langen Ball auf Kumbela, der über halbrechts auf Hain zu und versenkt die Pille in unserem Tor. Aber………..Abseits. Tja schade Ahlen, nä 
Das Spiel schien nun gelaufen, alle hatten sich mit einem Punkt abgefunden, als Boll in der Nachspielzeit noch mal gelegt wird, etwa 25 mtr. vor dem Tor der Gäste, fast zentral. Lehmann legt sich die Pille zurecht, visiert das Tor von Kirschstein an, zieht ab und der Gästekeeper kann super parieren, der Abpraller landet bei Rothenbach, der mit dem Kopf an die Latte und den Abpraller netzt Pichinot zum nicht mehr geglaubten Siegtreffer ein. 2:1 für unseren magischen FC. Die Hütte tobte, ich auch und meine „Nachbarn“ ebenso. Der erste Heimsieg war perfekt, denn der Schiri pfiff kurz danach die Partie (Party) ab. 3 Punkte und niemand siegt am Millerntor!!!! Wie geil, geil, sehr geil war das mal wieder.
Nach dem Spiel dann natürlich noch das NDS Bier mit einigen Leuten, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Und aus diesem Grund beschlossen wir auch, nicht mit auf die Demo zu gehen, sondern uns noch entspannt bei einigen Bierchen zu unterhalten und Blödsinn auszutauschen. Der Abend setzte sich dann noch auf dem Dom fort, mit einer Fahrt in der Achterbahn (20 min. Wartezeit) und der Erstürmung von Ina’s Bude hinterm Stern. Ja ja, die Strasse heißt wirklich so. Ein wirklich rund um gelungener Tag neigte sich dem Ende und heute morgen dann noch ziemlich verstrahlt mit der S-Bahn nach Hause.
Und ……..um das Thema noch mal aufzugreifen, meine Füße sind mittlerweile völlig zerschunden. But anyway……..
FORZA SANKT PAULI
Foto: Daniela Schwabel
Aus der Rubrik »1...2...äh...8...11 Meter,Fiese Matenten,Fouls,Kartenspiel,Spielprosa,Wird's denn gehen?« | 6 Kommentare



am 8. August 2009 um 13:07 Uhr
Pichinot heisst der Spieler, aber Pichonet ist immerhin besser as Pinochet.
am 8. August 2009 um 13:34 Uhr
…der Restalkohol
am 8. August 2009 um 13:51 Uhr
hört sich ja auch an wie ein gutes tröpfchen
am 8. August 2009 um 23:23 Uhr
Astra ist das einzig wahre Tröpfchen
am 10. August 2009 um 18:53 Uhr
Mit den Füßen war es bei mir ähnlich; auch barfuß in den Samba. Die beiden Mückenstiche auf dem großen Zeh waren danach schön blutig und auch sonst sahen die Füße nicht mehr so schön aus..
am 12. August 2009 um 01:56 Uhr
*brks*