Wahnsinn??? Wat für’n Unsinn…
Daniela Schwabel am 13. September 2009
Sankt Pauli auswärts gegen den FSV
…langsam is dat ja wohl mal Können!
Vor allem, wenn man sich während des Spiels aus so einem Formtief wieder rausziehen kann wie unsere Lieblingsmannschaft. Dabei war in der ersten Halbzeit von so einem Durchhänger noch nichts zu spüren…Unglaublich aber wahr, das Spiel hatte grad erst begonnen und schon fiel das erste Tor der Partie…in der ersten Spielminute stand es also 0:1 für Sankt Pauli und eine 1000 auf dem Zweitligatorkonto. So schnell konnte unsereins ja gar nicht gucken, wie die Flanke von Takyi an Ebbers weiterging und der ungehindert den Jubiläumstreffer landen konnte. Blöd nur, dass die Frankfurter mindestens genauso schnell konterten. In der dritten Minute passte Lagerblom auf Cenci, der zwar belagert durch Gunesch, konnte sich aber flugs eindrehen und einlochen. Hmm, die Stimmungskurve pendelte sich auf “kurzzeitige Ernüchterung” ein…aber eben nur kurzzeitig, denn wenn wir eines in dieser Saison an unserer Mannschaft feststellen konnten, dann war es Kampfgeist. Bereits in der vierten Minute roch es wieder gefährlich nach Chance, als Ebbers Gledson auslief und zwischen ihm und Tor nur noch Keeper Klandt stand (
)…”nur noch” reichte zwar leider, aber der Wille das Ding reinzumachen war da. Da es sich ungefähr genauso auffer Frankfurter Seite verhielt, waren die ersten zehn Minuten Spielzeit schonmal alles andere als langweilig.
Die tragische Figur des Tages war Gunesch…nicht nur, dass er sich beim Ausgleichstreffer hatte austricksen lassen, jetzt packte er die Sache einfach mal selbst an. EIGENTOR!!!! EigentorEigentorEigentorEigentor EigentorEigentorEigentorEigentorEigentorEigentorEigentorEigentorEigentor EigentorEigentorEigentorEigentorEigentorEigentorEigentorEigentorEigentor EigentorEigentorEigentorEigentorEigentorEigentorEigentorEigentorEigentor
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Die Stimmungskurve stand jetzt bei “akuter Fassunglosigkeit”. Simac konnte in der 18. Minute den Zweikampf gegen Boll für sich ausmachen, flankte in die Mitte, Gunesch wollte klären, traf aber nicht richtig (aka “Logik des Grauens”) und versenkte den Ball im “Millern”-Tor.
…2:1 für den FSV…Auch wenn der Treffer nich von ihnen selbst kam, wie ein Tabellenletzter führten sich die Gastgeber trotzdem nicht auf. Zwar waren unsere Helden weiter spielbestimmend, kamen aber bis auf ein oder zwei Traumchancen, wie z.B. in der 28. Minute, kaum noch durch. Es klappte gerade gar nichts mehr…aaaaaber meine Freunde des gediegenen Fußballs…um hier mal einen ganz klaren Unterschied zur letzten Saison auszumachen…und wir reden hier weder von Punkten noch Tabellenplätzen… letzte Saison hätte sich die Mannschaft von solchen Geschehnissen (siehe oben) den Wind aus den Segeln nehmen lassen…
Das Gefühl zurückzuliegen ist kein schönes…wem sage ich das…aber diese innere Unruhe nervte jetzt ganz schön und mit jedem Schuss, mit jedem Pass, der nicht beim Sankt Pauli- sondern beim Frankfurt-Spieler landete (und das waren eeeeeiiinige), wankte mein Nervenkostüm bedrohlich. Kurzzeitig unterbrochen wurde die Zitterpartie von Nakis Ausreisser in der 51. Spielminute…der Schuss aus knapp 18 mittigen Metern ging so haarscharf rechts am Tor vorbei, dass es irgendwie wieder ins Bild der momentanen Spielsituation passte. Der Sack wollte nicht zu…Mit dem Kommentar “Joaa, läuft nich so, ne?” von meinem linken Sitznachbarn wurde die Langeweilephase des Spiels eingeläutet. Das Mädel, das wiederum rechts von mir saß, hatte allerdings eindeutig noch weniger Spaß als wir…Augenscheinlich von ihrem Freund genötigt, sich im Clubheim das Spiel anzusehen, schaute sie inzwischen lieber raus, also noch auf den Bildschirm. Na ja, und um ihr demonstriertes Desinteresse noch zu unterstreichen, gähnte sie so dermaßen, dass es angesichts des momentanen Spiels ganz schön ansteckend war.
Aufkeimende Zweifel hatten bei unserem Herzensverein aber mal so gar keine Chance! HAAAHAAAA!!!! Achtundsechsigste hieß die gute Dame, die alles wieder ins Rollen brachte. Die männlichen Protagonisten? Bruns und Takyi! Bruns passte perfekt auf Takyi, der wiederum kann Kujabi austricksen und schiebt den Ball ins lange Eck…Jetzt kam wieder Energie ins Spiel und ins Clubheim eine (ausgelassene) Geräuschkulisse. Jeder hier dachte das gleiche, da geht doch noch was!!! Und in der 75. stellten sich die Zahlen ein, die bis eben kaum einer noch für machbar hielt: der dritte und damit wieder Führungstreffer…TOOOOOR!!!!! Diesmal war es Takyi, der über rechts nach vorne sauste, den Ball in die Mitte passte und Lehmann die Kugel ins rechte obere Eck ballert.
Die letzten Spielminuten wurden zur Zitterpartie: Ecken und Freistöße…kleine fiese Teufelchen
, die sich gerne nochmal kurz vor dem erlösenden Ziel in den Weg stellen, verbündeten sich mit den Frankfurtern zu einem allerletzten Aufbäumen. Doch wie es sich für (Sommer-)Märchen gehört, siegt doch immer wieder das Gute!!!!!!!!
Forza!!!!!!!!!!!!
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