Reset gedrückt, 5 Tore geschossen

Axel Scholz am 14. März 2010

FC Sankt Pauli vs. Rot Weiß Oberhausen 5:3

Ja ist denn schon Ostern? Bei so vielen Eiern (Bällen) die ins Nest (Netz) gelegt wurden könnte man das fast glauben. War aber dann doch nicht, dafür extrem unangenehm durch den permanenten Regen und dem äußerst aggressiven Windspiel. Ich hatte noch überlegt Handschuhe mitzunehmen, hätte ich doch auf mich gehört.

Schiri Hartmann, heute übrigens das erste Mal am Millerntor, pfiff pünktlich um 13.30 Uhr an und unsere Mannen in braun-weiß legten auch gleich gut los. Es war Biss zu erkennen und der Wille, das Spiel heute unbedingt gewinnen zu wollen. Wir schreiben die 5. Spielminute. Gunesch (ich glaub es war Gunesch) schlägt den Ball hoch, in Bogenlampenmanier, halbrechts raus auf Bruns. Dieser nimmt den Ball elegant an und versetzt Gegenspieler Embers, flankt von der Grundlinie auf den langen Pfosten, da steht Ebbers und köpft den Ball zur 1:0 Führung ins Gehäuse der Gäste aus Oberhausen.

Was für ein Auftakt, was für ein Reset, dachten wir uns. Das gibt heute ein Scheibenschießen und so nervös wie Oberhausen anfangs war, lag das tatsächlich im Bereich des Möglichen. Leider fielen wir dann wieder in den „bevor der Resetknopf gedrückt wurde Modus“ zurück und von Einsatz und Siegeswillen war nicht mehr viel zu verspüren. Viel hin und her, viele Ballverluste und Fehlpässe und nach vorne ging nix mehr. Unglücklicherweise verletzte sich dann Ralle Gunesch und musste leider vom Platz. Für ihn kam Marcel Eger. Was nun folgte war zum einen so klar wie Kloßbrühe, zum anderen so unnötig wie ein Kropf. 18. Spielminute und Freistoss für Oberhausen fast zentral ca. 22 mtr. vor unserem Tor. Schmidtgal läuft an, schießt halbhoch, Matze Hain kann nur abprallen lassen und Stoppelkamp netzt zur Verwunderung aller Anwesenden zum 1:1 Ausgleich ein. Man man man, das musste doch nun wirklich nicht sein. Aber Mund abwischen und weiter geht’s. Es läuft die 24. Spielminute und Freistoss für den FC St. Pauli gut 25 mtr. fast zentral. Bruns tippt den Ball kurz an und Lehmann versenkt die Kugel flach (halbhoch) ins rechte untere Eck von Gästekeeper Semmler. 2:1 für den magischen FC.

Foto: Antje Frohmüller

Was für ein Auftakt, was für ein Reset, dachten wir uns. Doch diesmal sollte es nicht so lange dauern und die Pille war wiederum in unserem Gehäuse. 31. Spielminute. Wieder Freistoß RWO und zwar „halblinksmitte“ unserer Hälfte. Kaya mit einem hohen Ball in unseren 16er und Gordon vor Eger mit dem Kopf an der Pille und schwuppdiwupp stand es 2:2. Ey was soll das denn? Wat will ‚n Oberhausen von uns? Keine Chance aber 2 Tore. Aber ehrlich gesagt sah es bei uns nicht anders aus und viel bekamen wir auch nicht mehr zustande bis zum Halbzeitpfiff. Ein Abseitstor von Terranova und eine verletzungsbedingte Auswechslung von Lehmann (für ihn kam Max Kruse) waren die letzten Aufreger. 4 Tore, davon 3 aus Standards, mehr hatte Hälfte 1 auch nicht zu bieten. Wobei 4 Tore natürlich nicht das Schlechteste sind. Wir aber wieder sehr umständlich, ängstlich, mit vielen Fehlpässen und Ballverlusten. Die Gäste aus Oberhausen aber nicht einen Deut besser und lange nicht so souverän wie Frankfurt oder Bielefeld in den letzten Spielen am Millerntor. Das machte uns Mut für den Reset Teil 2.

14.30 Uhr und Anpfiff zu Hälfte 2. Braun-weiß mit mehr Ballbesitz, aber wie schon im ersten Durchgang nicht wirklich zwingend. Wenig konstruktiv und ganz viel klein klein. Bis zur 54. Minute. Wir durch die Mitte, der Ball kommt links raus zu Ozcipka, der mit dem Ball Richtung Strafraum der Gäste, Schuss und der Ball flutscht unter RWO Keeper Semmler hindurch zur erneuten Führung für den FC Sankt Pauli . Neuer Spielstand 3:2

Alarm am Millerntor, das nun auch langsam aufwachte. Bis dato passten sich die Ränge eher dem Niveau auf dem Platz an und das war nicht so dolle. Sollte sich aber von nun an ändern. Wir schreiben die 58. Spielminute. Einwurf Oberhausen. Der Ball kommt zu uns, wird weitergeleitet auf Ebbers und der zieht von der Mittellinie einfach mal ab und bringt Keeper Semmler in arge Schwierigkeiten. Mit Müh und Not kriegt er die Pille noch vor der Torlinie wieder ins Feld geboxt und verhindert somit ein Tor des Monats. Schade, schade, schade. Dann wieder Oberhausen mit einem schönen Weitschuss von König aus ca. 18 Metern, der aber zum Glück zur die Latte trift. Dann Eckball für uns in der 74. Spielminute. Naki hoch auf den langen Pfosten. Keeper Semmler und Eger gehen zum Ball, Semmler fällt und Bruns netzt zum 4:2 ein. Torwartfoul, frug sich jeder in unserem Block? Nö, der Schiri hatte nichts einzuwenden und somit war das Tor regulär.

Ruhe kehrte aber leider nicht ein. Nur 3 Minuten später, n der 77. Minute, gibt es Freistoß für Oberhausen. Dieser kommt hoch in unseren Strafraum, segelt an allen vorbei außer an Miletics Fußspitze und von dort an Hain vorbei zum erneuten Anschlusstreffer ins Tor. Nur noch 4:3 und ich erwischte mich, wie ich einige Schimpfwörter gen Platz fallen ließ. So blöd kann man doch gar nicht sein. Man o man. Aber es ging noch blöder. Mo Sako ist kaum auf dem Platz, kriegt den Ball an die Hand und der Schiri gibt Freistoß für RWO. Und was macht Mo? Er regt sich tierrisch auf und kassiert gleich erstmal die gelbe Karte. Auch Stani regte sich über diese Aktion höllisch auf und ich bin sicher, Mo musste sich nach Abpfiff einiges von Stani anhören. Nun, kommen wir zum Schlusspunkt des Spiels. 85. Spielminute und Ecke von Naki. Der Ball wird am Elfmeterpunkt kurz von den Oberhausenern abgewehrt, kommt zu Boll und der drischt das Leder noch leicht abgefälscht zum 5:3 in die Maschen.

Foto: Antje Frohmüller

Was für ein Spiel. 8 Tore bei echtem Sauwetter und etliche Herzinfarkte inklusive. Bis Mitte der zweiten Hälfte unsere Jungs nicht wirklich mit der Leistung die sie angekündigt hatten. Aber die letzte halbe Stunde entschuldigte dann für alles. 3 ganz wichtige Punkte im Sack und endlich mal wieder ins Tor getroffen. So kann es gerne weitergehen…….

FORZA SANKT PAULI

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Ein Mann mehr…zwei Tore zu wenig

Daniela Schwabel am 7. März 2010

Sankt Pauli bei 1860 München…

…so richtig Spaß macht das ja nicht, wenn man all die Wochen und Monate zuvor so erfolgsverwöhnt Fussball schauen konnte…und nu? Nicht so erbaulich was die Herrschaften da abliefern…als wär’s ihnen zu kalt…es kann doch nicht sein, dass wir ein Mann mehr aufm Platz sind und die Löwen spielen lassen wie sie lustig sind? Dabei sah’s ja mit Beginn der zweiten Halbzeit gar nicht mehr soo schlecht aus. Aufgeweckt durch die Halbzeitansprache machte Sankt Pauli Druck, erreichte den Ausgleich und wir alle dachten…jetzt geht’s aufwärts! Endlich wieder ein Tor…um zahlreiche Kommentatoren zu zitieren: “nach 355.000.000 Millionen Minuten ohne Tor”…(mal ehrlich – haben die eine “Atomuhr”, die nur die Torflauten abzählt?)..die Freude währte bekanntlich nicht allzu lange, da fiel auch schon das 2:1 für die Löwen. Ein Mann weniger? Merkte irgendwie keiner…lag es daran, dass der Platzverweis bereits in der 7. Minute angezeigt wurde? Das kann schonmal in Vergessenheit geraten,  wenn man praktisch noch das ganze Spiel vor sich hat…

Ein eisiger Wind wehte auf jeden Fall in München…keine angenehmen Spieltemperaturen. Und wir in Hamburg machten es natürlich aus reeeiner Solidarität vor dem Knust, am Aussenfernseher, gemütlich…*bibber*…wer zu spät kommt, den bestraft der Wettergott. Blieb nur die Hoffnung auf ein Torreiches Spiel, auf dass wir möglichst viel springen durften!

Dabei fing das Spiel ja auch recht cool an…zumindest mit riesen Traraaa:mrgreen: Boll bringt Pappas ein wenig unsanft zu Boden, doch Schiri Gräfe lässt weiterspielen…so wie er auch die vorigen fünf Minuten alles hatte laufen lassen. Nur dem Pappas, dem passte das mal so gar nicht und senst jetzt retourkutschenmäßig Boll um…der Ball “kilometerweit” entfernt, direkt vor den Augen des Schiedsrichters…so schnell hatte es lange keine Rote Karte mehr gegeben. Farbtechnisch allerdings nur der Auftakt für fünf Gelbe im Laufe des Spiels. Geholfen hat der Platzverweis wie gesagt nicht…in der 23. Minute nämlich konnte Oczipka Aigner nur noch hinterherlaufen, der den Ball per Kopf zum 1:0 verwandelt: 1860 spielt sich auf halblinker Position frei, der Ball wird in den Sechzehner geflankt und während der Ball gefühlte Minuten unterwegs ist, stehen unsere vier Abwehrspieler wie angewurzelt an besagtem Sechzehner und simulieren eine Abseitsfalle. Derweil läuft Aigner ungestört weiter und köpft eine Bogenlampe über Hain hinweg. Wat soll ich sagen…es war kein Abseits und die Löwen kämpften, legten fleissig nach…und uns vorm Fernseher wurde immer kälter *heul* Während nebenan noch die Getränkestände der letzten Partynacht verglichen wurden, wünschte ich mir inzwischen ebenfalls einen schönen Rumgrog herbei…natürlich nur der Wärme wegen…

Die zweite Halbzeit begann Sankt Pauli hoffnungsvoll und energisch! Und da war er auch…der erste wärmende Torjubel!!! 51. Minute…Kalla schießt eine Flanke über rechts und Ebbers köpft den Ausgleich!!! Einige um uns rum schienen so eingefroren, dass das Tor mental doch recht spät ankam :.) Oder war’s das ungläubige Staunen nach zitieren “355.000.000 Millionen Minuten ohne Tor”? Egal, die Freude war riesig…jetzt war er wieder da, der Spaß! Nach einer Ecke von rechts kommt der Ball von 1860 erneut ans rechte Strafraumeck wo Kalla den Ball aufnimmt und halb Flanke, halb Torschuss einfach mal draufdrischt. Der Ball fliegt wie ein Strich quer durch den 16er auf den langen Pfosten, wo Ebbers ganz klar nicht im Abseits die Rübe hinhält und dat Dingen reinmacht. Und Sankt Pauli legte auch gleich nach…denn in der 57.  Spielminute setzte sich Sukuta-Pasu einwandfrei vorm gegnerischen Tor durch und ballerte gegen den Pfosten…schade, aber nur ein weiteres positives Zeichen! Tja, und dann verlor Bruns den Ball und wir das Spiel…nein so pauschal war’s zwar nicht…aber dennoch führte der folgende Konter zum entscheidenden Führungstreffer der Löwen. Ignjovski lässt Thorandt wie einen Schuljungen aussehen, bringt den Ball über links und passt in den Rücken der Abwehr wo Aigner völlig unbedrängt zum  2:1 einschieben kann…KÄLTESTARRE setzte ein…eisig…

Sankt Paulis Energiebarometer passte sich schlagartig den Aussentemperaturen an…Leidenschaft? Kalt…Ideen? Noch kälter…und da wo die Spielfreude und -stärke der “guten Zeiten” fehlte, kam jetzt auch noch Pech dazu…sei es ein weiterer Pfostentreffer oder der nicht gegebene Elfmeter…ja richtig…der Elfmeter! In der 90. Minute bekommt Biancucchi den Ball an der Strafraumgrenze an die Hand…bzw. sogar an beide…in der Zeitlupe erinnerte das ganze ein wenig an einen HeißeKartoffelTanz. Und des Schiedsrichters Tröte blieb gar stumm…:shock:…Der Elfmeter entschwand in weite Ferne…der Ausgleich wäre wahrhaft gut für’s Gemüt gewesen…Und als wenn unsere Tor- und Siegesflaute nicht ausreichen würde, gewinnen auch noch die, die es eigentlich jetzt grad nicht sollten…

Davon mal abgesehen, dass wir grenzenlos motivationsbefreit Fußball gespielt haben, wurde die Nervskala gleich nochmal durch nervtötendes auf Zeitspielen der 1860er strapaziert. Da fängt der Löwen-Torwart den Ball ohne Probleme im Stehen und wirft sich halt nochmal druff…doppelt hält eben besser…besonders wenn man in Führung liegt. Rösler wird in der 89. Minute ausgewechselt und spaziert  in einem Tempo vom Platz, in der er locker für Mutti noch das Sonntagssträuschen pflücken könnte. Klar, das passiert nicht zum ersten Mal in einem Spiel namens Fußball…aber wenn man Anhänger der zurückliegenden Mannschaft ist, geht das einem gehörig auf den Keks…

Was mich zu der alles entscheidenden Frage führt…Wo ist der Spaß geblieben, liebe Sankt Pauli Mannschaft?

Nevertheless…wie mein Englischlehrer immer zu sagen pflegte….you’ll never walk alone!

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Das Spiel, dass es nie gab………..

Axel Scholz am 28. Februar 2010

FC Sankt Pauli vs.

9.45 Uhr. Es ist Sonntag in einem Hamburger Vorort (nein, nicht Stellingen). Der Wecker schellt und reißt mich erbarmungslos aus hocherotischen Träumen, auf die ich an dieser Stelle mal nicht näher eingehen will. Noch völlig „erotisiert“ finde ich den Weg zur Kaffeemaschine. Filtertüte rausgezerrt, Kaffee eingefüllt, Startknopf gedrückt und auf ins Bad. Wie immer sehe ich scheiße aus (obwohl eigentlich ja nicht, aber ich bin halt sehr selbstkritisch).

10.55 Uhr. Mein Chauffeur verkündet seine Ankunft und Fragen über Fragen verschaffen meinem Hirn ungewollte Aktivitäten. Ein Pullover oder doch zwei? Die etwas dünnere Jacke oder doch die Reinhold/Helge Variante? Nehme ich Handschuhe mit? Cappi auf oder die Haare heute im Johnny Depp Schmierlook?
Entschieden hab ich mich dann für 2 Pullover, die etwas Dünnere, Handschuhe und Cappi. Also nur falls es jemanden interessiert.

11.40 Uhr. Ankunft am Millerntor. Wie immer Parkplatz direkt vor’m Container. Da es schifft, noch keiner unserer Leute zu sehen ist und Ska aus den Lautsprechern scheppert (heute war es größtenteils mehr ein Scheppern), beschließen wir noch im Auto zu bleiben.

11.41 Uhr. Wir haben jemanden aus unserem Dunstkreis entdeckt und steigen aus

11.42 Uhr. Großes Hallo, Umarmung hier, Knutscher da und schnell mal ‚n Bier geholt. Nach und nach tauchten dann auch die anderen Gesellen und Gesellinnen auf und man diskutierte wie immer ganz sachlich über Themen wie „Gibt es Sexismus in der Quantenphysik oder gibt es außerirdische Außerirdische u.s.w. Also war auf jeden Fall spannend…….

11.53 Uhr. Unser Womanizer hatte für heute 2 Mädels „klargemacht“ und die kamen dann auch. Eine aus dem „übersichtlichen“ Saarland und eine, ja wie soll ich sagen, also die hat mich direkt gefragt, ob ich nicht mit ihr, mein Geld anlegen will. Es stellte sich schnell heraus, sie kam aus Luxembourg. Ich machte ihr kurz klar, dass ich soviel Geld habe, das könne sie gar nicht alles anlegen und schon war wieder jemand ‚n Bier holen. Flugs der Dame aus dem Saarland noch das Buch „Johann Lafer- Leckeres kochen in der Mikrowelle“ in die Hand gedrückt und schon waren alle im Stadion verschwunden.

Foto: Antje Frohmüller

13.30 Uhr. Anpfiff von Schiri Schmidt vor ausverkauftem Haus. Tja und was soll ich sagen, es ging ab wie Schmidts Katze. Mein direkter Nebenmann drängelte sich schon nach wenigen Minuten durch um auf’s Klo zu gehen. Vor mir „servierte“ eine Dame in T-Shirt und Rattenfelljacke Bier und ich selbst verspürte auch schon in der 23. Spielminute Harndrang und musste meinen Platz kurzzeitig verlassen, in der Hoffnung nichts zu verpassen
Kaum war ich wieder an meinem Platz, stand es schon 3:0 für unseren FC Sankt Pauli. Daube, Kalla und Architekt Schultz hatten innerhalb von einer Minute unsere Führung herausgeschossen. Wie? Keine Ahnung, war ja auf Klo. Dann war Halbzeit…………

14.30 Uhr. Anpfiff von Schiri Schmidt zur zweiten Halbzeit. Gut genährt (war in der Halbzeit schnell zu Mc Burger Chicken was zu futtern holen) und mit ‚nem frischen Bier ging es gleich richtig zur Sache. Stani vom eigenen 16er in die Mitte zu Knebel. Der weiter rechts raus zu Zander, Flanke und………….Golke zum 4:0. Jepp, so spielt ein Aufstiegskandidat, dachten alle in unserer unmittelbaren Nähe und skandierten lauthals: „Wer wird deutscher Meister, nur der Sankt Pauli

14.59 Uhr. USP hatte mittlerweile die Baustelle Haupttribüne gestürmt und war dabei, die Fertigbauteile mit braun-weißem Rauhfaser zu tapezieren, als plötzlich Schiri Schmidt auf Abseits entschied und Lechner die rote Karte zeigte. Und das völlig zu Recht, denn er hatte in den Kleister gespuckt und die von USP mühsam aufgeklebten Tapeten rutschten langsam aber sicher wieder in den vom Regen mutwillig fabrizierten Match. Ich prangere das an dieser Stelle an und fordere eine Initiative in Richtung: „Keine Macht dem Match“. Spenden werden gerne entgegen genommen und werden auf einem Konto in Luxembourg verwaltet

Foto: Antje Frohmüller

15.15 Uhr. Abpfiff am Millerntor und den höchsten Heimsieg der Saison eingefahren. Wer hätte vor dem Spiel schon auf ein 9:1 gegen einen Mitaufstiegskonkurrenten getippt? Und dann noch diese 3 Hattricks. Dennis, Jan-Philip und auch noch der Timo. Das gibt bestimmt wieder Höchstnoten im Kicker und die Frage sei erlaubt, wer will uns noch stoppen?

Ok, war anders, aber ich liebe trotzdem oder vielleicht auch grad deswegen „meinen“ FC SANKT PAULI

You’ll never walk alone

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Das Duell

Daniela Schwabel am 23. Februar 2010

3:0-Klatsche auf dem Betzenberg

Der FCK  hinten dicht gepackt + horrende Fehlpass-Quote bei Sankt Pauli = nervenzerreißendesweilnichtauszuhaltendes “Spitzenspiel”. Keine Frage, die Erwartungen waren hoch, was diesen Montag Abend anging. Der Tabellenerste gegen den Verfolger auf Platz Zwei..seit Wochen ein enges Kopf an Kopf Rennen zwischen dem FCK und den Kiezkickern. Wer hier auch immer gewinnen würde…Augsburg auf Platz 3 war schonmal er glückliche Dritte…wie sehr, daran mochte man vorher gar nicht denken…Die Treffer, gleich drei an der Zahl…für jeden Punkt einen…lieferten Sidney Sam in roundabbout der 20. Spielminute, Steinhöfer just eingewechselt in der 72. und Lakic, auch kaum länger im Spiel, in der 90. Minute ab.

Der Start verlief erwartungsgemäß verhalten…keine Mannschaft wollte den ersten Schritt wagen, stattdessen ein vorsichtiges Abtasten auf beiden Seiten. Vor fast 44.000 Zuschauern kam erst ab der 18. Minute etwas Schwung in die Partie…wenn auch nicht zu unseren Gunsten. Denn von Schwung konnte beim FC Sankt Pauli kaum die Rede sein. Dabei war es ja nicht so, als wären die Herrschaften nicht in den Ballbesitz gekommen. In der 18. Minute sah’s eigentlich noch gar nicht so schlecht aus…dank Hain. Der Eckball für den FCK fliegt an den Fünfer, Amedick köpft gen rechtes oberes Eck…wirklich oberstes oberstes…und Hain macht sich lang und länger und kommt tatsächlich noch ran!!! Der Ball jedoch gerät nochmal vor’s Tor, wo Morena in letzter Sekunde klären konnte. Keine zwei Minuten später zappelte der Ball dann aber doch im Hamburger Tor. Nach einem ganz, ganz schlechten Stellungsspiel von Oczipka, kann Sam den Ball vor’s und durch Hains Beine auch ins Tor bringen. 1:0… Was auf Seiten unserer Mannschaft folgte waren ungenaues Zuspiel, unnütze Versuche über die Mitte und Schlaftablettenmodus. Bewegung nach vorne? Fehlanzeige! Wenn Sankt Pauli den Ball hatte, gings erstmal zurück in heimatliche Gefilde. Was für ein Glück, dass das 1400g Nutella-Glas direkt neben mir auf dem Tisch stand…

Die Hoffnung, dass es nach der Halbzeitpause und einer möglichen deftigen Ansprache inner Kabine besser werden würde, zerschlug sich bereits in der 50. Spielminute. Sam wieder auf Solopfaden gen Tor, passt auf Jendrisek und der wiederum per Diagonalpass vors Tor. Platz ohne Ende für den FCK, nur der Nemec, der kam nicht rechtzeitig dran. Die Hoffnung lag jetzt auf den Standards: 64. Minute und Lehmann, der den Freistoß ausführt. Knappe Geschichte in Sachen Ausgleich, denn der Ebbers verfehlte den Ball haarscharf…im wahrsten Sinne. Statt des Ausgleichs bekamen die Gastgeber nochmal eine fette Chance: Jendrisek im Durchmarsch, Aufholjagd, Pass auf Nemec…Gunesch wird getunnelt und Nemec, leicht verwirrt, reagiert einmal mehr zu langsam. Doch das Tor wurde ja bekanntlich kurze Zeit später vom frisch eingewechselten Steinhöfer nachgeholt. Und was für ein Tor :.) Steinhöfer spielt den Ball noch gegen den Pfosten, der prallt zurück und Steinhöfer kann ihn selbst per Kopf wieder annehmen und macht das 2:0. Die Dämme im Stadion brachen jetzt endgültig…die Gastgeber-Fans feierten bereits den Aufstieg…Taschentücher wurden gezückt….Aber HALLO…wir sind und bleiben auch nach dieser Partie ganz dicht dran :.P Da könnt Ihr winken wie ihr wollt…es ist ja nicht so, dass es nur eine einzige Fahrkarte in die erste Liga gäbe.

Das Schreckliche war aber auch weniger das Ergebnis, sondern die Art und Weise, wie sich Sankt Pauli hier präsentierte. Einen schönen Versuch sollte es auf Seiten von Sankt Pauli dann aber doch nochmal geben…man glaubt es kaum, aber in der 83. Minute befanden sich die Spieler im FCK-Strafraum…Ebbers’ Schuss aus der Drehung war schön anzusehen, aber leider so wirkungslos, dass er in den Armen von Keeper Sippel landete. Der Treffer in der 90. machte den Kohl für heute dann auch aber nicht mehr fett…

Das Ergebnis heute geht wahrlich in Ordnung…Verdient gewonnen liebe Lauterer, aber dafür schlagen wir Euch nächstes Jahr inner Bundesliga!

Forza…

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0:0

Axel Scholz am 12. Februar 2010

FC Sankt Pauli vs. FSV Frankfurt 0:0

Tja, wer hätte das gedacht, wir können auch noch 0:0 spielen. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht mehr weiß, wann wir zuletzt dieses Resultat hatten. Also, schlau wie ich bin, hab ich nachgeschaut und folgendes herausgefunden:

Das letzte Spiel mit Beteiligung des FC St. Pauli, das 0:0 ausgegangen ist, war in der Saison 2007/08 an einem Montagabend (Sch*** DSF) gegen den TSV 1860 München am Millerntor. Ganz schön lange her und ich muss sagen, das ist auch gut so, denn Null zu Null’s sind wirklich doof. Braucht man einfach nicht. Will man einfach nicht. Menno, nicht einmal gejubelt heute und das bei der Saukälte. Anfangs sogar noch mit Schneegrieseln (hieß das nicht früher Schneeregen?)………..anyway

Wir sind trotzdem Tabellenführer!!! Ein Gruß an dieser Stelle in die Region und viel Spaß am Montag in Duisburg Der Abstand auf die Truppe von der Alm (1:0 in Ahlen) beträgt immer noch stattliche 6 Punkte und Augsburg hat auch noch nicht gegen die Düsseldorfer Fortunen (Stand Freitagabend) gewonnen. Und sind wir mal ehrlich, Frankfurt war zwar defensiv eingestellt, aber sonst gut aufgestellt. Sah nicht nach dem Tabellenvorletzten aus, was uns heute das Leben so schwer gemacht hat. Bei eigenem Angriff mit 10 Mann in unserer Hälfte, bei Angriff braun-weiß mit 10 Mann in der Eigenen. Dazu fast permanent mit 2 Mann auf einen von uns. Unfair ist das, einfach unfair. Nee im Ernst, ich persönlich hatte das Gefühl, es sind mehr Frankfurter auf dem Platz, als Jungs von uns. Keine Räume, keine Lücken, alles war komplett zugestellt. Sehr sehr schwierig, dieses Bollwerk zu knacken und da Frankfurt bei eigenem Angriff, wie schon geschrieben, auch mit alle Mann nach vorne ist, musste man hinten auch aufpassen, dass man sich keinen fängt. Für mich der FSV heute besser als die Badener letzte Woche und auch mit mehr Chancen, wenn auch ohne Torerfolg.

Man muss es auch mal so sehen, wir haben gegen einen gut eingestellten Gegner ein Unentschieden geholt. Nicht so schön wie ein Sieg, aber auch keine Niederlage. Den Tabellenstand der Gäste sollte man da mal völlig außer acht lassen. Gegen die Frankfurter hätte es heute auch jede anderer Mannschaft schwer gehabt. Am nächsten Spieltag haben wir es wieder einfacher (sag ich mal so). Der Gegner will gewinnen, muss das Spiel machen und wir können die Räume, die es dann wieder geben wird, für unser Zauber-Passspiel nutzen. Zu dem haben auch die Konkurrenten relativ schwere Spiele und die 2 Punkte, die wir heute haben liegenlassen, könnten schwupp di wupp wieder im Sack sein.

Aber kommen wir zum Spiel. Wir mit Anstoß, wie immer ganz in braun und irgendwie schien mir der Platz besser auszusehen, als am letzten Freitag gegen Karlsruhe. Zwar nicht wirklich grün, aber sehr eben. Jedenfalls kam es mir so vor. Aber weiter zum Spiel. Erste Chance für uns in der 16. Spielminute. Kruse flankt von halblinks auf Ebbers, der am 16er der Gäste hochsteigt und schön per Kopf auf Rouwen Hennings auflegt. Leider war Keeper Klandt einen Tick schneller und schnappte sich die Pille. Weiter ging es 2 Minuten später. Rothenbach nach langem Ball von Lehmann im Sprint auf der rechten Seite, flache und scharfe Reingabe, und Naki rutscht mit langem Bein nur knapp am Ball vorbei. Mist verdammter, wir brauchen ein frühes Tor (pling), sagte ich mir so. Weiter ging es aber mit vielen Fehlpässen, zu kurzen Pässen, zu langen Pässen und ich schätze mal, 80% der ersten Hälfte fand um die Mittellinie herum statt. Den ersten guten Angriff der Gäste aus Hessen dann in Spielminute 26. Ein Frankfurter spitzelt den Ball an der Strafraumgrenze zu Lagerblom und dieser netzt, zum Entsetzen aller, aus kurzer Distanz ein. Das 0:1?
Nein, zum Glück nicht. Lagerblom stand klar im Abseits und somit lag Schiri Christ (aus Kaiserslautern ) genau richtig. Im Übrigen über weite Strecken ein souveräner Leiter des Spiels. Es folgten noch 2 Chancen für braun-weiß. Die erste nach einem Pass von Bruns auf Hennings, der aber den Ball nicht richtig trifft und dieser links am Tor vorbei rauscht. Kurz vor der Pause dann noch mal das selbe Gespann. Bruns hoch auf Hennings und Rouwen kommt irgendwie nur mit dem Kopf dran, das aber auch nicht richtig und schon lag der Ball im Toraus. Abstoß Frankfurt und kurz darauf Halbzeit. Kann eigentlich nur besser werden, war so der Tenor um mich herum und auch ich dachte so. Also mal für kleine Jungs und ein neues Astra besorgt.

Foto: Antje Frohmüller

Hälfte 2 begann dann auch und wie von allen erwartet, wir mit mehr Zug zum Tor, wenn auch nicht wirklich überzeugend, aber zumindest ergaben sich Chancen. Gute Chancen. Die erste in Spielminute 51. Oczipka vernascht am 16er seinen Gegenspieler und schlenzt den Ball an den Fünfmeterraum, wo weder Hennings noch Ebbers das Leder unter Kontrolle bringen können, geschweige denn ins Tor. Schade, schade, schade. Die nächste Chance dann nur 2 Minuten später. Kruse setzt sich schön über halblinks durch, ist im Strafraum, zieht ab, aber die Pille rutsch genauso knapp am Pfosten vorbei, wie Ebbers am Spielgerät. In der 63. Minute dann mal die Gäste. Abgeblockter Freistoß und Husterer aus gut 22 mtr. knapp drüber, über Hains Gehäuse. Es gab sicher noch die eine oder andere brenzliche Situation gegen uns mehr, aber wirkliche “Chancen” waren das nicht für Frankfurt.
Ab nun wurden die Gäste dauerbelagert. 2 Wechsel (Takyi für Hennings und Sukuta-Pasu für Naki) wurden vollzogen und Sukuta-Pasu hatte dann auch die nächste Chance. Ball von rechts stoppt Sukuta-Pasu mit dem Knie und zieht dann vom 16er ab. Aber auch dieser Ball ging am Tor vorbei. Im Gegenzug Eckball für den FSV. Munteanus von links direkt aufs Tor bzw. auf die Latte. Glück gehabt, der hätte sich auch ins Tor senken können, wobei eine Frankfurter Führung nun des Guten zu viel gewesen wäre. 3 Minuten vor Spielende durften wir dann noch mal. Freistoß etwa 22 mtr. vorm Tor der Frankfurter. Matze Lehmann mit einem Knaller und der Ball landet? Genau, am Pfosten. Es sollte heute wohl nicht sein. Nach 2 Minuten Nachspielzeit war das 0:0 dann perfekt. Nach fast genau 2 Jahren mal wieder.

Foto: Antje Frohmüller

Schlusswort: Frankfurt heute defensiv extrem stark, mit sehr viel Engagement und das Remis auf jeden Fall verdient. Wir, wie soll ich sagen, irgendwie hilflos. Zwar viel Einsatz, mehr Ballbesitz, aber ohne wirklich zwingend zu sein. Vielleicht hätten wir 90 Minuten so spielen sollen wie in den letzten Fünfzehn. Einfach hoch die Pille nach vorne und auf den Fußballgott hoffen. Jedenfalls brannte es in der letzten Viertelstunde vorm Tor der Gäste mehr, als in den 75 davor. Sei es drum……..Einen wichtigen Punkt mitgenommen, ausnahmslos alle heute nicht wirklich in Topform, starker Gegner und alles ist im Lot.

FORZA SANKT PAULI

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Wo Auerochsen und Ure……

Axel Scholz am 6. Februar 2010

FC Sankt Pauli vs. Karlsruher SC 2:1

…..sonst grasen, wurde heute Fußball gespielt. Und das nicht mal schlecht. Immerhin wurde der Bundesliga Absteiger der letzten Saison besiegt und das völlig verdient. Das heute keine Traumkombinationen zu erwarten waren war klar, dennoch haben unsere Jungs stellenweise richtig gut Fußball gespielt und der Einsatz stimmte auch…………… jawohl.

Da ich gestern schon um 20.30 Uhr in die Falle bin, war ich heute morgen um 8.00 Uhr Topfit und hatte geschlafen wie ein junger Gott. Ein banger Blick aus dem Fenster ließ Gutes erahnen. Es hatte nicht mehr geschneit, es war am Tauen und die Sonne kam etwas später auch noch hinter dem Grau de la Grau hervor. Der richtige Start in ein Freitag Abend Flutlichtspiel. Nach einer heißen Dusche, mehreren Bechern Kaffee, einem Croissant und 2 Toasts, ging es dann an die frische Luft. Ein Besuch beim Arzt zur Nachuntersuchung stand an. Beinahe wäre es eine erneute Erstbehandlung gewesen, denn ich hab mich ca. 50 mtr. von der Haustür entfernt erstmal gepflegt langgelegt. Boah war das peinlich, aber auch unvermeidlich. Zum einen war der Bürgersteig spiegelglatt, zum anderen hatte ich meine ältesten Turnschuhe an, deren Sohle so glatt ist wie Babys Popo

Zum Glück blieb ich ohne Verletzungen, der Arztbesuch dauerte keine 5 Minuten und schon ging es wieder in die warme Bude zurück. Obwohl, sooooo kalt war es eigentlich gar nicht. Gegen 15.00 Uhr dann die Frage: Was zieh ich an? Die Variante „locker und lässig“ oder „scheiß auf’s Aussehen, Hauptsache warm“. Hab mich dann doch für die zweite Variante entschieden und es sollte ein guter Entschluss sein. Denn es war arschkalt!!! Pünktlich wie immer kam dann mein „Chauffeur“ und es wurde erstmal an der nächsten Tanke „Verpflegung“ für den langen Weg ans Millerntor besorgt. 6 kleine, mit Kronkorken verschlossene, Kostbarkeiten und Kippen natürlich bzw. Tabak. Die Fahrt unaufregend, Parkplatz schnell gefunden (wieder mal direkt vorm Container). Quasi in mitten der Bezugsgruppe, nur eben daneben Klönschnack hier und Klönschnack da, Tipp im Container abgegeben, natürlich die Fanräume Zeitung bei Lieblingsverkäufer Uwe besorgt und rein ins Vergnügen. Mein erster Anlaufpunkt war das Klo, knapp gefolgt von dem Fischstand und erstmal ‚n lecker Matjesbrötchen mit viel Zwiebeln abgegriffen. Platz eingenommen und natürlich die Nachbarn begrüßt und schon ging es los, das Spiel. Aber Stopp………..vorher möchte ich noch die schöne Choreo von USP erwähnen oder noch besser, ich zeige sie euch einfach:

Foto: Igor Golomobitch

Wir erwartungsgemäß ganz in braun und die Gäste aus Baden ganz in weiß. Anstoß hatten wir und somit ging es zunächst auf die Süd. Der KSC stand tief und wir mit den ersten Bemühungen Richtung gegnerisches Tor. Aufregung dann aber das erste Mal in unserem 16er. Ralle Gunesch mit einer unglücklichen Rückgabe und Akin prallt mit Hain zusammen, der dann auch behandelt werden musste. Das Fazit so nach 20 Minuten: Die Gäste standen sehr gut, wir bemüht. Es war natürlich sehr schwierig, auf dem „Rasen“ vernünftig zu spielen, daher viele lange Bälle, viel klein klein, aber der Einsatz stimmte. Wir kommen zur Spielminute 24. Foul und Freistoß für uns ca. 25 mtr. vor dem Karlsruher Tor, leicht halblinks mit Tendenz zur Mitte. 4 Spieler stehen bereit. Lehmann tippt an, Kruse lässt den Ball durch die Beine kullern und Presslufthammer Hennings zimmert das Leder halbhoch rechts in die Maschen von Gästekeeper Miller. 1:0 für unseren FC Sankt Pauli…….

Weiter ging es mit 2 fetten Chancen für die Boys in brown. Zunächst Gewusel im 16er und der Ball kommt zum völlig freistehenden Kruse zentral am 16er. Der will souverän die Pille ins Netz schieben und trifft leider genau Kollege Miller. Hätte Max sich da etwas mehr Zeit gelassen, hätte er sich die Ecke eigentlich aussuchen können. Naja, so als jemand der nicht auf dem Platz steht gesagt Kurz darauf dann Rothenbach über rechts, scharfe flache Flanke und Naki mit gestrecktem Bein noch am Ball, aber auch KSC Keeper Miller fliegt gut und kann sich den Ball noch schnappen. 5 Minuten vor der Halbzeit dann ein Angriff des KSC. Eigentlich harmlos. Über halblinks, ein Querpass vor unserem 16er und der Ball landet bei Naki. Der, wie sag ich es am besten, etwas ungeschickt und legt unfreiwillig auf für Krebs, der zieht ab, Hain mit klasse Parade kann abwehren und den Abpraller verwandelt Chrisantus zum 1:1. VÖLLIG überflüssig dieser Treffer, vom KSC bis dahin nix zu sehen.

Aber gönnen wir den Gästen ein Tor, sind ja gute Gastgeber Und was folgte war, genau, der erneute Führungstreffer. Bruns am 16er per Kopf halblinks auf Ozcipka und der bis zur Grundlinie, Flanke hoch, Rothenbach verpasst knapp mit dem Kopp, dafür kommt Hennings dran, stoppt das Leder und netzt zum 2:1 ein…….

Was folgte war der Halbzeitpfiff. Wie immer Klo, Bier, Wurst und auch genau in dieser Reihenfolge. Anders geht irgendwie nicht. Pünktlich zum Anpfiff der zweiten Halbzeit dann wieder am Platz und schon ging es weiter. Zunächst die Gäste. Allerdings nicht auf dem Platz, sondern im Gästeblock. Ein bisschen Pyro wurde gezündelt, ein kleines Leuchtmittel auf den Platz geworfen, Pimmelfechten halt Danach aber dann auf dem Platz. Die Gäste aus Karlsruhe nun notgedrungen etwas offensiver, aber nie wirklich gefährlich. Aber wir natürlich. 48. Minute Freistoß für uns am 16er halbrechts nach einem Foul, wo man schon am Überlegen war ob es wohl rot gibt. Gab es aber nicht, nur gelb. Hennings zieht wieder ab, aber diesmal leider knapp einen Meter an Millers Gehäuse vorbei. Kurze Zeit später wieder Freistoß, diesmal von der rechten Außenlinie durch Kruse. Der Ball kommt hoch in den Gästestrafraum, Ebbers kommt mit dem Kopf dran, aber Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Was nun folgte war der blanke Hohn des Abends. 65. Spielminute. Ein Karlsruher köpft den Ball zurück in Richtung Miller, Ebbe stürmt dazwischen, legt sich den Ball vor und Miller rennt ihn einfach über den Haufen. Das Stadion bebte, Elfmeter…..jaaaaaaaa. Aber Schiri Schriever und sein Assi sahen das leider anders. Keiner wusste warum und nach den Bildern im TV frag ich mich das auch. UNGLAUBLICH

Foto: Antje Frohmüller

Spiel ging aber trotzdem weiter und mittlerweile war die Stimmung richtig am kochen. In Hälfte 1 dachte ich noch, hmm……wo bleibt die allseits angekündigte Stimmung? Da war sie nun. Egal ob Süd, Nord oder Gegengerade, alles war am Supporten wie zu guten alten Zeiten. Macht unbedingt weiter so Leute, das war endlich mal wieder großes Kino!!! Letztes Highlight des Spiels dann die 80. Minute. Schutzmann Boll mit einem Distanzschuss, Miller kann nur abprallen lassen, Ebbe zur Stelle, aber irgendwie kommt Miller noch mal an den Ball und kann das 3:1 grad noch verhindern. Da fällt mir grad ein, da war noch was. Sir Takyi mit einem klasse Weitschuss, den Miller grad noch zur Ecke klären kann. A propos Takyi, bitte mach was, das du wieder richtig in Form kommst. Bitte, wir mögen dich alle und du bist ein begnadeter Fußballer Charles. Wach auf. An dieser Stelle noch ein besonderes Lob von mir an Bastian Oczipka. Ich fand dich richtig gut heute und man bedenke, du bist noch ganz neu im Team.

Status Quo: Wir sind erstmal wieder Tabellenführer, die Stimmung am Millerntor entwickelt sich in die richtige Richtung, eine gefährliche Mischung, für die gegnerischen Teams Aufstieg, ick hör dir trapsen. Zum Abschluss noch folgendes: „Ein Tag, der mit einem Sieg unseres FC Sankt Pauli endet, ist ein verdammt geiler Tag“…….

FORZA SANKT PAULI

“Ey Peace, ey”

Foto: Antje Frohmüller

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Was war noch mal Montag?

Daniela Schwabel am 30. Januar 2010

Freitag, Sankt Pauli spielt auswärts beim MSV…es ist gleich 18 Uhr und alle sitzen irgendwo vor der Live-Übertragung. ALLE? Nein, ein kleines unglückseliges Mädel hockt noch in einem düsteren Büro und muss arbeiten. Immerhin, die Internetverbindung funktioniert und damit auch der Liveticker. Wenigstens etwas!
„Danniiii, Tooor!“, mein HSV-Kollege hat’s zuerst gesehen *hmpf* So ein Ticker is mir noch nie so unpersönlich vorgekommen wie heute…die Gedanken schweifen ab ins Knust und ins Clubheim, wo sich Gleichgesinnte gerade in die Arme fallen…Manno, Fußballgucken ist halt auch ein Mannschaftssport! Aber hey, ein Tor! Und so gibt’s ja auch den größeren Überrraschungseffekt…auf „aktualisieren“ klicken uuuuund….aah, noch nix passiert….Das Telefon klingelt, eine Dame ist am Apparat, die sich mit mir lieber über Politik unterhalten will und eindeutig kein Verständnis für mich hätte, wenn ich wegen des just aktualisierten 2:0-Ablick aus dem Häuschen geraten würde :.)

Den Live-Ticker hab ich dann doch irgendwann ausgemacht, ein bisschen Spannung sollte für’s Sankt Pauli-TV-Schauen noch übrig bleiben….und kaum zu Hause war der Computer ja auch schon an den Fernseher geschlossen…“bewegte Bilder“ sei Dank!

Wahnsinn was in der ersten Halbzeit in Duisburg abging! Der Vorstoß in gerade mal der 6. Minute ließ das Fußballherz höher schlagen…Rothenbach legt ab auf Naki, der wiederum vor’s Tor, wo der Ebbers schon mal wartet und den Ball per Kopf zum unhaltbaren 0:1 einnickt!

Foto: Norbert Harz

Vierzehn Minuten später, als ich gerade mit Frau Kulturundpolitikherself telefoniere, bahnt sich Hennings den Weg durch die Zebras vor’s Tor und schießt…Starke wehrt ab…dirkektemente auf Naki, den Duisburgs Abwehr, heute nicht gerade multitaskingfähig, einfach mal vor’s Tor hatte laufen lassen….und was macht Naki? Richtiiig, das 2:0 für Sankt Pauli!!!!

Foto: Norbert Harz

Und die schienen sich jetzt ja richtig festgebissen zu haben…Zeit zum Durchatmen blieb jedenfalls keine, zumindest nicht für Starke. Denn der hatte alle Mühe, die Schmach nicht größer werden zu lassen. Versuche, den Zebras eine ordentliche Packung zu verabreichen, starteten jetzt nämlich im Vier-Minuten-Takt….
25. Minute, Versuch: Lehmann….spitzer Winkel, Starke rettet.
29. Minute, Versuch: Ebbers-Naki-Lehmann, Starke rettet.
33. Minute, Versuch: Kruse…Volley aus 16 Meter, Pfosten rettet.
38. Minute, Versuch: Hennings-Naki, Starke rettet…
Spätestens das hätte das 0:3 sein müssen! Beide lassen die Zebras stehen, Hennings passt von links auf Naki, Starke pariert….
42. Minute, das ist ja wie im Training…Hennings-Kruse-Starke :.))
Und trotz der Überlegenheit der Gastmannschaft blieben Schrecksekunden nicht aus…eine Minute vorm Pausenpfiff hätte der Tiffert nämlich beinahe noch den Anschlusstreffer gepackt…aber Hain hatte sich noch nicht in den Dämmerschlaf gewartet und zerstörte Duisburgs Hoffnung auf ein vorzeigbareres Ergebnis.

Pfeifkonzert und Traineransprache schienen ihre Wirkung zu tun, denn in der zweiten Halbzeit wollten sich die Zebras nicht mehr so einfach in den Boden rammen lassen. Mit dem Seitenwechsel schien sich auch die Richtung der Angriffe zu ändern…naja, vielmehr blieb die Richtung gleich…gen linkes Tor…47. Minute Baljak flankt auf Caiuby…einen artistischen Supersprung, eine zu hohe Flugbahn und fertig ist die erste Torchance der zweiten Hälfte. Die Botschaft kam an, der MSV ist wieder da! Zumindest mehr als die Kiezkicker…53., 54., 55. Minute… auch wenn die Versuche, den Ball vor, und vor allem ins Hamburger Tor zu platzieren, nicht so ausgereift waren wie unsere zuvor…das Spiel schien ein wenig spiegelverkehrt. 57. Minute noch einmal Hennings mit einem Distanzschuss…ging aber drüber weg…Die Torchancen häuften sich jetzt auf der gestreiften Seite, während, oder besser weil, Sankt Pauli jetzt total einknickte….

Riesenleistung in der ersten Halbzeit, während die Zebras gar nicht mehr wussten, wo ihnen der Kopf stand, bzw. der Ball lief…Dann kam die Pause und unsere herzallerliebste Sankt Pauli Mannschaft total ausgewechselt auf den Platz zurück (also im übertragenen Sinne). Und das war ja nicht das erste Mal, dass Sankt Pauli die ersten 45 Minuten so richtig megageil agiert und sich dann genauso extrem zurücknimmt….aber woran liegt das bitte? Sind die Kräfte aufgebraucht? Oder machen die das genauso wie ich, wenn ich auffer Arbeit hocke? Schnell den Schlag weghauen, um dann ne ruhige Kugel schieben zu können? Bidde nicht falsch verstehen, die Leistung ist supergenial…Hallo, erster Platz am Anfang der Rückrunde (zumindest bis Montag)! Aber ich halte das jetzt mal wie ein Trainer, der die Mannschaft zu Höherem antreiben will…Unsere Spieler träumen ganz sicher von der Bundesliga…Sollte man dann nicht mal versuchen, die Leistung über 90 Minuten zu halten? Gerade Bayern hat genug Sott, um so was doch noch für sich zu entscheiden.
Kinnings, ihr solltet das jetzt üben…nicht erst wenn Ihr im Löwenkäfig sitzt!!!! Ihr könnt das doch!

So, und jetzt freuen wir uns aber wieder über die erste Halbzeit, das Ergebnis uuund vor allem über das hier….

Sankt Pauli – Tabellenführer

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1:0 ist auch gewonnen

Axel Scholz am 23. Januar 2010

FC Sankt Pauli vs. Alemannia Aachen 1:0

In einem über weite Strecken eher schwachen Spiel konnten sich unsere Boys in brown heute erneut 3 Punkte ergattern und verkürzen den Abstand auf (noch) Tabellenführer Kaiserslautern auf 1 Pünktchen, die über ein mageres 0:0 zuhause gegen unseren Vorwochengegner und Tabellenletzten Rot Weiß Ahlen nicht hinaus kamen.

Kommen wir zum Spiel. 19.630 unerschrockene Michelin Männchen und Weibchen fanden den Weg ans Millerntor und ich schätze mal, der Bierumsatz war heute der schlechteste bislang. Wer trinkt bei diesen Temperaturen schon gerne Bier? Also draußen meine ich Auf der Baustelle Haupttribüne lungerte heute ein neuer Kran in den grauverschleierten Himmel, an dem ein paar zusätzliche Scheinwerfer befestigt wurden, um für eine ausreichende TV Kamera Beleuchtung zu sorgen. Wir müssen ja auch gut aussehen, da in Fernsehen drin. A propos gutaussehen. Unser Topjoker Rouwen Hennings ist nun auch unter der Haube und ehelichte am Montag seine gutausehende Freundin Janine.

ALLES GUTE euch beiden!!!

Kurz vor dem Anpfiff dann ein bewegender Moment. Der im Hinspiel verunglückte Mini (mit cooler Kuhhose) stand mit Uns Rainer auf dem Spielfeld und bedankte sich unter Tränen für all die Hilfe, die ihm seitens der Aachner und anderen zugetragen wurde. Dazu gab es ein YNWA und Gänsehaut trotz der eisigen Kälte.

Schön das es dir wieder so gut geht Mini!!

Foto: Antje Frohmüller

Aber nun wirklich zum Spiel. Anstoß hatten wir und es ging auch gleich gut los. Erste Minute, Flanke von links durch unseren neuen Oczipka (der für Lele heute von Anfang an dabei war) auf “Schutzmann” Boll und aus kurzer Distanz nur knapp über’s Aachener Gehäuse. 5 Minten später dann eine Ecke für uns. Der Ball kommt zu Rothenbach am langen Pfosten, der hält den Paddel hin und der Ball kullert, von Gästekeeper Stuckmann noch abgefälscht, an den Pfosten. Mist verdammter. Stuckmann übrigens bei Minus 8 Grad im kurzärmligen Torwarttrikot. Aber mit langer Hose, das Weichei

In der 14. Minute dann eine Einlage von Matze Hain. Rückpass auf ihn und in “mir stockt der Atem Manier” dribbelt er den Aachner aus und passt dann zur Entspannung aller endlich zu einem Mitspieler. Matze, Matze, mach et nich so spannend bitte. Etwas später dann auch die Gäste mit 2 Chancen. Zunächst ein Freistoß in der 18. Minute, der auch vor unser Tor kommt und bei 2 Aachenern landet, die den Ball aber nicht kontrollieren können und Chance Nummer eins vertan. In der 27. Minute dann über links mit Adlung, aber der findet in Hain seinen Meister. Es folgt die 31. Minute. Bruns zieht 2 Gegenspieler auf sich und passt fein halblinks im 16er auf Kruse und der zimmert die Pille vorbei an Stuckmann zum 1:0 in die gefrorenen Maschen

Die Führung völlig verdient, die Leistung ansprechend, so ging es dann auch in die Pause. Die Akteure konnten sich aufwärmen, die Zuschauer leider nicht. Brrrrrrrr, zum Glück gibt es die Coach Jacke, die übrigens gerade im Fanshop im Angebot ist *wink mit dem Zaunpfahl*. Wie wäre es noch mit Vereins Moonboots? So mit ‘ner eingebauten Sohlenheizung? Ok, anderes Thema.
Schiri Zwayer, angenehm unauffälig, pfiff dann Hälfte zwei an und die Gäste aus Aachen nun mit mehr drive. Angriff um Angriff auf unseren Kasten, aber wirklich viel zwingendes gab es nicht. Die größte Chance der Gäste vergab Casper in der 62. Spielminute, als er in etwa aus Kruses Position bei der Führung den Ball leichtfertig vergibt. Ein 1:1 wäre zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen, da von braun-weiß nicht mehr viel bis gar nichts kam. Hälfte zwei von heute erinnerte an Hälfte eins in Ahlen, but anyway……

Stani reichte es nun auch und es kamen Naki und Sukuta Pasu ins Spiel und in der 68. Minute dann tatsächlich mal wieder Sankt Pauli. Freistoß Lehmann auf Boll, der nimmt direkt, aber genau in die Arme von Stuckmann. Und gleich noch einer. 1 Minute später Naki am 16er, wird gefoult, Schiri läßt weiterlaufen da Sukuta Pasu an den Ball kommt, Weitschuß, Keeper läßt abprallen und kann sich vor dem heranstürzenden Ebbers grad noch die Kugel schnappen. Es gab nun noch einen Wechsel bei uns, Bourgault kam für Kruse, 2 Minuten Nachspielzeit und dann war der 2. Sieg in 2010 perfekt.

Foto: Antje Frohmüller

Tja, was will man sagen. Schön war es nicht, aufregend auch nicht wirklich, aber solange wir gewinnen ist es mir eigentlich egal. Von mir aus können sich die Spieler auch 89 Minuten in den Mittelkreis setzen, wenn wir dann in der letzten Minute den Siegtreffer machen. Ein Blick auf den nächsten Spieltag zeigt, da geht einiges. Wir bei Mitkonkurrent Duisburg, Lautern in Aachen und Bielefeld und Augsburg nehmen sich gegenseitig die Punkte weg. Düsseldorf hab ich nicht auf dem Zettel, die fallen noch ab

FORZA Sankt Pauli

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Mit Geduld und Spucke…

Daniela Schwabel am 17. Januar 2010

…is ja irgendwie schon das Motto am Millerntor. Einfach geht hier nichts…Aufstieg, Abstieg, Abstieg, Aufstieg…Lala-Saison und dann der Traum vom erneuten jetzt-aber-richtig-Aufstieg…Sankt Pauli, das heißt Geduld auf Fanisch…ob Regionalliga oder als Bundesligaaufstiegsaspirant…der Sankt Pauli Fan hat von dieser Tugend eine ganze Menge. Dass diese auch mal im Kleinen, also im Ligaspiel selbst gefragt ist, davon konnte man sich bei der heutigen Partie Sankt Pauli gegen RW Ahlen überzeugen. So richtig war das ja mal nix…Und dabei fühlten wir uns doch noch so herrlich beschwingt vom Schalke-Freundschaftsspiel der letzten Woche. Dazu ging’s heut auch noch nach Ahlen…Tabellenschlußlicht…perfekt! Wenn…ja wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär…ach, ich könnt jetzt ewig so weiter machen…schwarzmal…blablabla…und inzwischen hat sicherlich einer von Euch schon längst gesagt „Mann, wir haben doch gewonnen…Drei Punkte Alter…nu lass doch mal!“ Und ich lass es jetzt auch…Lautern hat verloren, wir haben die Tore gemacht. PUNKT. Kacke *mitblümchenverziert* fand ich das Spiel trotzdem. DOPPELPUNKT:

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Foto: Norbert Harz

Auch wenn Ebbers heute zuerst traf…der Held des Tages war irgendwie Neuzugang Sukuta-Pasu, der kaum eingewechselt bereits sein erstes Sankt-Pauli-Liga-Tor machte. Doch zunächst mussten die alten Hasen ran…
Schon nach zwei Minuten Spielzeit gab’s die erste Aktion…von Ahlen! Bröker setzt sich gegen Gunesch durch und schießt auf’s Tor, doch der Hain hält. Dynamischer Start für die Gastgeber und alles andere als eine Ausnahme. Denn in der 25. Minute waren es wieder die Rot Weißen, die einen Torschuss abgaben: Gorschlüter, mit einem Nachschuss, scheitert nun ebenfalls an Hain. Sankt Paulis Offensivfußball? Tja, fand ja mal nich so wirklich statt…stattdessen ein unnötiges Gelb für Lele und ebenso unnötige Abspielfehler. Die 2000 mitgereisten Fans und die anderen am Bildschirm und Radio mussten sich tatsächlich bis zur 35. Spielminute gedulden, bis Sankt Pauli seine erste wirkliche Toraktion brachte: Takyi führt einen Freistoß aus, auf Kruse…der versucht’s über die Mitte. Resultat? Ein knapper Konter der Ahlener…

Und schwupps war da auch schon die Halbzeit und irgendwie nüscht passiert…Dahingeplätscher bis zum Pausenpfiff…

Zu Beginn der zweiten Halbzeit vermochte kaum einer zu behaupten, es hätte sich viel geändert. Ballverluste auf Hamburger Seite und allgemeines Fussballgeplänkel können so ein Spiel auf Dauer ja ganz schön zäh machen. Aber anscheinend hatte ich das Spielkonzept des heutigen Tages einfach nicht richtig durchschaut!? Das Motto des Tages kennen wir ja schon…Geduld…das Zauberwort dazu hieß dann noch „Effizienz“. Die letzte Viertelstunde noch mal richtig reinkloppen, zwei Tore rausholen und drei Punkte mitnehmen, die passende Formel dazu. Okaaay kapiert… Der erste Weckruf kam schon ein bisschen früher mit einem Freistoß nach Foul an Ebbers. Lehmann führt aus, doch Keeper Kirschstein fischt den Ball sicher weg. Die Fans zogen sich trotzdem aus *bibber*, während sich das Blatt auf dem Spielfeld doch noch zu wenden schien. Die Einwechslung von Naki und Hennings brachte dann ja endgültig den nötigen Schwung, um mehr als nur einen Punkt mitzunehmen. Die 77. Spielminute war erreicht, als Hennings in die Mitte flankt. Ebbers am Fünfmeterraum köpft rein, Kirschstein kann den Ball zwar abklatschen doch rechts ist einfach noch zu viel Tor übrig :.) 1 zu 0 !!!!!! Endlich!!!! Riesenerleichterung in einem knetigen Spiel! RW Ahlen leicht geschockt nach bisher guter Leistung. Och Püppis…

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Foto: Norbert Harz

Dann die Minute, von der am Ende alle reden sollten…87. Minute…gerade mal 19 Sekunden eingewechselt trifft Sukuta-Pasu zum 2:0…Naki war unterwegs in Richtung Strafraum, schießt, Sukuta-Pasu fälscht noch ab und Kirschstein lässt den Ball abprallen…Sukuta-Pasu ist zur Stelle, schießt nach und trifft! Was für ein Auftakt…erst in der Halle und jetzt auch auf dem Rasen…in echt und mit allen *freu*.

Ahlen zeigte sich heute mit der guten Leistung einer Mannschaft, der das Wasser bis zum Halse steht, während Sankt Pauli recht passiv daher kam. Erst mit den Wechseln, eine gute Viertelstunde vor Schluss, lief der Ball wieder rund. Alles in allem doch noch ein versöhnliches Ende in einer So-ein-Spiel-muss-man-auch-machen-Partie.

Forza!

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Schneepartie in Paderborn

Daniela Schwabel am 20. Dezember 2009

Überwintern aufm zweiten Platz war so oder so ja schon klar….aber nach dem Spiel von letzter Woche, sollte die Partie in Paderborn vor allem wegen Sankt Paulis spielerischer Leistung interessant werden ( isses ja eigentlich immer :.)). Heute also endlich wieder schön anzusehen? Nun ja, Sankt Pauli war zu allererst fast gar nicht zusehen…gut getarnt mit weißen Trikots vor weißem Hintergrund. Munterer Schneefall in Paderborn…
Nichtsdestotrotz bewegten sich unsere Spieler sicher genug, um ein ansehnliches Bild abzuliefern…zumindest in der ersten Hälfte. Auch wenn es in der dritten Minute nur noch Hain war, der zwischen Paderborner Ball und dem Tor stand…Sankt Pauli hatte die bessere Spielanlage und eindeutig mehr Spielanteile, während Paderborn die meiste Zeit tief hinten drin stand. Und trotzdem wollte der Ball nicht im Netz zappeln. Die erste Chance für Sankt Pauli zeigte sich erst in der 16. Minute: Nach einem Doppelpass zieht Naki ab und der Ball geht rechts vorbei…schade! Wodurch die Paderborner auffielen, waren ihre kleinen Nadelstiche…Riesenchance in der 24. Minute: Wemmer mit Flanke auf Saglik, der heute einen Mordsspaß an der Schlitterpartie hatte, doch Hain ist voll da. Der hatte ansonsten zum Glück  noch recht wenig zu tun und das fiel besonders durch Hains weiße Haarpracht auf…Indikator für’s Nichtszutunhaben heute mal die Schneehöhe auf’m Kopf…in der ersten Halbzeit hieß das für Hain Warmlaufen gegen die Lawinengefahr.

Riesen Aktion stattdessen von Ebbers in der 26. Minute, der sich eisfrei nach vorn dribbelte und nur noch an Schachten scheiterte. Tja, Sankt Pauli ist eben in jeder Wetterlage zu Hause…jaa, wenn auch nicht über 90 Minuten. Denn Paderborn trudelte jetzt aufgewärmt aus der Kabine und war damit heiß auf’s Tor. Die Paderborner kamen nun öfter durch, Hain musste deutlich mehr arbeiten und die restliche Mannschaft hatte mit dem zunehmenden Schneefall zu tun: 45. Minute, Schachten entledigt sich Morena, doch Hain klärt die Situation durch Nachfassen. Trotz zunehmender Widrigkeiten zeigte sich Sankt Pauli kämpferisch und wendig, gleichzeitig gab es aber auch immer mehr Szenen, in denen sie nicht mehr ganz so gut aussahen. Spätestens in der 68. Minute stand der Ärgerindex auf Hochsommer! ELFMETER!!!! Lehmann hatte Saglik im Strafraum gefoult, nachdem die Abwehr nicht so wirklich hinterher kam. Blöd!!! Saglik durfte selbst antreten und verwandelte den Elfer mit einem Schuss in die linke Ecke zum Führungstreffer. 1:0

In der 70. Minute gab’s die Chancen für Paderborn gleich im Doppelpack! Schneller Konter der Paderborner, Hain geht aus dem Tor raus und wehrt den Ball ab, dieser prallt am Paderborner ab und so gibt’s einen weiteren Torschuss…der aber glücklicherweise über’s Tor hinweg geht. Weniger glücklich sah es dafür in der 76. Minute für unsere Abwehr aus: Brandy ist schneller als die entsprechenden Sankt Pauli-Spieler, die im Schnee nicht fix genug mitkommen,  und schießt knapp an Hain vorbei zum 2:0!!! Sankt Pauli gab sich dennoch nicht geschlagen und versuchte nun wieder mehr nach vorne zu gehen. Zwar konnte Sako in der 90 Minute noch ein 2:1 rausholen…die Punkte jedoch blieben heute in Paderborn. Sankt Pauli in der ersten Hälfte noch die bessere Mannschaft, hatte einfach verpasst auch dementsprechend Tore zu schießen…schade…

Und trotzdem…was für eine geile Hinrunde!?!?!?!?! Jungs…danke, dass es soviel Spaß macht Euch zuzuschauen!!!! Jetzt gehts erstmal in die verdiente Weihnachtspause…

Axel und ich wünschen allen Spielern, Fans, Lesern, dem Weihnachtsmann und allen, diewirjetzthiernichtaufgezählthabenesaberverdienthaben, riesigtolle Feiertage und einen unfallfreien Rutsch ins neue Supersanktpaulifußballjahr!!!!!

*pipiausdemaugewisch*

FORZA! YOU’LL NEVER WALK ALONE!!!!

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